Anstiftung zu versuchtem Mord
Prozess gegen ehemaligen Kölner Bandidos-Boss startet
Aktualisiert am 22.04.2026 – 09:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Der ehemalige Kölner Bandidos-President floh vor drei Jahren aus dem offenen Vollzug ins spanische Marbella. Nun muss er sich vor dem Kölner Landgericht verantworten.
Seit 2014 soll er der sogenannte „President“ der Kölner Bandidos gewesen sein. Konkret wirft ihm die Kölner Staatsanwaltschaft drei Taten vor. Dabei geht es unter anderem um die Rivalität zu den Kölner Hells Angels, aber auch um die Beeinflussung eines möglichen Kronzeugens.
Die Vorwürfe gegen K. reichen dabei bis ins Jahr 2018 zurück. Auslöser sollen Schüsse auf ein Café in Köln-Kalk gewesen sein, das als Treffpunkt der Bandidos gilt. Bei dem Angriff sollen mehrere Personen verletzt worden sein, K. vermutete dahinter ein Mitglied der Kölner Hells Angels. Er soll seinen „Sergeant At Arms“ beauftragt haben, eine Vergeltungsaktion zu planen und durchzuführen.
In einem weiteren Fall kam es im Januar 2019 zu einer Auseinandersetzung zwischen K. und einem hohen Tier der Kölner Hells Angels. Beide hatten sich zunächst verbal attackiert, später kam es zum Schusswechsel. Als Vergeltungsaktion soll Erhan K. einem Bandidos-Mitglied befohlen haben, Schüsse auf ein Café in Köln-Buchheim abzugeben. Es galt als Treffpunkt der Hells Angels.
Erhan K. dagegen floh vor drei Jahren aus dem offenen Vollzug der JVA Euskirchen und setzte sich ab, zuletzt soll er sich im spanischen Marbella aufgehalten haben. Dort wurde er zwischenzeitlich von der spanischen Guardia Civil verhaftet. Auslöser war offenbar die Aussage des Mannes, den Erhan K. zu den Schüssen nahe der Zoobrücke angestiftet haben soll.










