Bei Refluxkrankheit
Speiseröhrenentzündung – Kloß im Hals kann darauf hindeuten
Aktualisiert am 27.02.2026 – 15:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Entwickelt sich infolge einer Refluxkrankheit eine Speiseröhrenentzündung, zählt ein Kloß im Hals zu den möglichen Anzeichen. Was hilft?
Einen Kloß im Hals zu verspüren, ist für Betroffene in der Regel äußerst unangenehm und störend. Typischerweise macht sich das Fremdkörpergefühl vor allem beim leeren Schlucken (etwa von Speichel) bemerkbar. Beim Verzehr von Speisen und Getränken fällt es hingegen weniger auf. Schmerzen gehen mit einem Kloßgefühl normalerweise nicht einher.
Zwar lassen sich beim Arztbesuch oft keine sichtbaren Veränderungen finden, die das Kloßgefühl erklären könnten. Das schließt jedoch nicht zwangsläufig aus, dass die Wahrnehmung körperliche Ursachen hat. Denn die Missempfindung kann mit verschiedenen Erkrankungen zusammenhängen.
Ein möglicher Auslöser für einen Kloß im Hals ist eine Speiseröhrenentzündung, die sich infolge der sogenannten Refluxkrankheit entwickelt hat. Der Fachausdruck dafür lautet Refluxösophagitis. Doch wie kommt es dazu?
Normalerweise verhindert ein Schließmuskel, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Funktioniert das nicht richtig, kann der säurehaltige Magensaft die Schleimhäute in der Speiseröhre reizen. Zudem kann der Säurerückfluss bewirken, dass sich die Ruhespannung im Magenschließmuskel erhöht oder dieser sich leichter verkrampft. Beides kann sich als Kloßgefühl im Hals bemerkbar machen.
Häufig verspüren Menschen mit Refluxkrankheit beim Säurerückfluss jedoch nicht nur einen Kloß im Hals, sondern darüber hinaus meist Sodbrennen. Anders ist das beim sogenannten stillen Reflux: Dabei steigt Magensäure in Form feinster Tröpfchen in die Speiseröhre auf und kann so bis zu Rachen und Kehlkopf gelangen. Dann bleiben Symptome wie Sodbrennen möglicherweise aus und es kommt zu eher unspezifischen Beschwerden wie einem Kloßgefühl, aber auch Husten, Räuspern oder Schleim im Hals.









