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Home » Klimaschutz darf Industrie nicht gefährden
Politik

Klimaschutz darf Industrie nicht gefährden

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 22, 2026
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Klimaschutz darf Industrie nicht gefährden

Konferenz in Berlin

Merz: Klimaschutz darf Industrie nicht gefährden

Aktualisiert am 22.04.2026 – 16:28 UhrLesedauer: 3 Min.

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Bundeskanzler Merz betont Verlässlichkeit in der Klimapolitik. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/dpa-bilder)

Beim Petersberger Klimadialog empfiehlt der Kanzler Deutschland als verlässlichen Partner. Zugleich betont er auch die Risiken im Kampf gegen die globale Erwärmung. Er hat auch das Wahlvolk im Blick.

Bundeskanzler Friedrich Merz bekennt sich zum Klimaschutz, doch warnt er vor Risiken für die Industrie und Widerständen in der Bevölkerung. „Klimaschutz darf die industrielle Basis in Deutschland und in unseren Ländern nicht gefährden“, sagte der CDU-Chef zum Abschluss des Petersberger Klimadialogs in Berlin. „Eine Transformation, die zu Deindustrialisierung führt, wird nicht die Zustimmung der Menschen finden.“

Beim Klimadialog hatten auf Einladung von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) seit Dienstag etwa 30 Staaten beraten und den nächsten UN-Klimagipfel im November in der Türkei vorbereitet. Wegen des Iran-Kriegs und des Energiepreisschocks war der Umstieg von klimaschädlichen Energien wie Öl, Gas oder Kohle auf Erneuerbare ein wichtiges Thema.

Der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, sagte ein drastisches Umsteuern der Märkte voraus, ähnlich wie nach den Ölkrisen der 1970er Jahre. „Ich glaube, es wird eine massive Antwort auf diese Krise auf der Energie-Seite geben“, sagte Birol. Und er bekräftigte: „Wir stehen vor der größten Energiekrise der Geschichte.“

„Die Ereignisse überschlagen sich“, flocht Merz auf Deutsch in seine auf Englisch gehaltene Rede ein. Wichtig sei, in einer so hektischen Situation nicht die Perspektive zu verlieren.

Der Kanzler bekannte sich zu den internationalen Klimazielen des Pariser Abkommens von 2015 und betonte: „Deutschland steht als Partner für Sie alle bereit.“ Klimapolitik müsse multilateral, ambitioniert und effektiv sein. So bekomme man öffentliche Unterstützung und halte die Wirtschaft wettbewerbsfähig.

Effektive und vorausschauende Klimapolitik hänge von der Verknüpfung von Klima-, Wirtschafts-, Energie- und Innovationspolitik ab, sagte Merz. „Wo immer wir hier erfolgreich sind, wird Klimapolitik gleichzeitig eine Politik für weltweite Sicherheit und weltweiten Wohlstand.“ Der Kanzler betonte, die Industrie sei ein wichtiger Partner.

In einer Diskussionsrunde mit Managern fügte Merz hinzu, entscheidend sei Verlässlichkeit. „Sie brauchen stabile, verlässliche Rahmenbedingungen für alle, die investieren wollen“, sagte der CDU-Politiker. „Das unterscheidet uns von anderen Teilen der Welt – ich denke, Sie wissen, was ich meine. Europa, Asien, Südamerika und andere versuchen, diese Bedingungen für Investoren zu schaffen.“ Wenn man Fortschritte erreiche, werde man auch jene überzeugen, die jetzt noch zögerten, sagte Merz.

Der Kanzler betonte auch: „Wir dürfen nicht die Unterstützung unserer Wähler verlieren.“ Nur so ließen sich die Klimaziele erreichen. Wettbewerbsfähigkeit und Klimapolitik müssten zusammengehen. „Wenn wir beweisen können, dass das kein Widerspruch ist, sondern Hand in Hand geht, sind wir wirklich auf der richtigen Seite der Geschichte.“

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