Prozess am Landgericht Nürnberg-Fürth
Mann soll Kindesmissbrauch per Livestream gesteuert haben
19.06.2026 – 18:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein 53-Jähriger aus Mittelfranken soll den Missbrauch eines Mädchens auf den Philippinen aus Deutschland heraus beauftragt und angeleitet haben.
Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch eines Mädchens auf den Philippinen per Livestream hat das Landgericht Nürnberg-Fürth den Prozessstart bekannt gegeben: Am 7. Juli soll die Verhandlung beginnen, wie das Gericht der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Ein Mann aus Mittelfranken steht im Verdacht, ein damals zwischen acht und elf Jahre altes Kind über drei Jahre hinweg schwer sexuell missbraucht zu haben – indem er die Misshandlungen per Livestream verfolgte und teilweise selbst anwies.
Die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg hatte den 53-Jährigen angeklagt. Er soll von Deutschland aus den sexuellen Missbrauch eines Kindes bei dessen Mutter in Auftrag gegeben haben. Die Taten soll er gegen Geldzahlungen an die Mutter über das Internet live verfolgt und dabei auch Anweisungen gegeben haben.
Die Zentralstelle spricht von dem internationalen Kriminalitätsphänomen des „Live-Streamings“. Dabei werde der Missbrauch Minderjähriger im Ausland gegen Bezahlung live übertragen. Der Missbrauch finde meist in wirtschaftlich schwachen Ländern statt, während die Täter in der Regel aus westlichen Ländern stammten, schreibt die Behörde.










