Es war nicht der erste Mordversuch
Autorin vergiftet Ehemann: eindeutiges Urteil
17.03.2026 – 17:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Familienvater stirbt durch eine Vergiftung. Seine Frau schreibt später ein Buch über Trauerbegleitung für ihre gemeinsamen Kinder. Doch jetzt wird klar: Sie ist selbst für den Tod ihres Mannes verantwortlich.
Die Kinderbuchautorin Kouri R. ist am Montag im US-Bundesstaat Utah wegen Mordes an ihrem Ehemann von einer Jury schuldig gesprochen worden. Nach Auffassung der Geschworenen hatte die Frau ihren Mann Eric R. Anfang März 2022 mit einer tödlichen Dosis Fentanyl vergiftet, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend. Nach dem Tod ihres Mannes hat die Frau ein Kinderbuch über Trauer veröffentlicht, um ihren drei Kindern bei der Verarbeitung des Verlusts ihres Vaters zu helfen, berichtete der US-Sender CNN.
Die 35-Jährige wurde laut den Berichten nicht nur wegen schweren Mordes, sondern auch wegen versuchten schweren Mordes, Urkundenfälschung sowie wegen Versicherungsbetrugs im Kontext der Lebensversicherung ihres Mannes schuldig gesprochen. Der Autorin droht nun eine lebenslange Haftstrafe ohne Chance auf Bewährung. Die Urteilsverkündung ist für den 13. Mai geplant.
Insgesamt seien an den 13 vorangegangenen Verhandlungstagen mehr als 40 Zeugen zu Wort gekommen. Sie erklärten laut den Medienberichten, in der Ehe habe es Probleme gegeben. Laut Auffassung der Staatsanwaltschaft sei Kouri R. unglücklich gewesen und habe eine Affäre mit einem anderen Mann gehabt. Außerdem habe die 35-Jährige finanziell von dem Tod ihres Mannes profitieren wollen.
Ein Gutachten habe gezeigt, dass das Immobiliengeschäft der dreifachen Mutter „zusammengebrochen“ sei, erklärte ein forensischer Buchprüfer. R. hatte demnach 1,6 Millionen US-Dollar Schulden. Das Leben des Mannes war mit rund 2,2 Millionen US-Dollar versichert.
Um den Schulden zu entkommen, so die Auffassung der Jury, hat die Autorin ihren Mann am 3. März 2022 mit einer Überdosis Fentanyl getötet. Laut dem Autopsiebericht befand sich im Blut des Mannes die fünffache Menge des Medikaments, die als tödlich gilt. R. soll ihrem Mann das Fentanyl mit einem Drink verabreicht haben.
Am Valentinstag, wenige Wochen zuvor, soll die 35-Jährige bereits schon einmal versucht haben, ihren Mann zu vergiften. Dabei soll sie ein Sandwich mit Fentanyl versetzt haben, so die Auffassung der Staatsanwaltschaft. Nach dem Verzehr soll Eric R. Freunde angerufen und ihnen gesagt haben, er habe das Gefühl, sterben zu müssen.











