„Mir fehlen die Worte“
Formel-1-Teenager weint im Live-TV: Tränen nach erstem Sieg
Aktualisiert am 15.03.2026 – 14:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Kimi Antonelli feiert in Shanghai den ersten Formel-1-Sieg seiner jungen Karriere. Danach gibt es mitreißende Szenen.
Es waren bewegende, emotionale Szenen nach dem Großen Preis von China am Sonntag: Formel-1-Teenager Kimi Antonelli umarmte nach seiner denkwürdigen Fahrt seinen Vater Marco – und brach dann in Tränen aus. Realisierte vielleicht dann erst komplett: Er hat gerade seinen ersten Rennsieg eingefahren. Und das als zweitjüngster Fahrer der Historie der „Königsklasse“, mit 19 Jahren und 202 Tagen, nur Max Verstappen war bei seinem ersten Erfolg 2016 noch jünger (18 Jahre, 228 Tage).
Und bei der Siegerehrung in Shanghai ging es direkt genauso emotional weiter für Antonelli: „Mir fehlen die Worte, mir kommen die Tränen“, sagte er im Interview mit dem früheren Formel-1-Fahrer David Coulthard. „Mein Team hat mir geholfen, diesen Traum wahr werden zu lassen“, sagte der Italiener weiter – und stockte immer wieder kurz, rang um Fassung, wischte sich mit dem Ärmel seines Rennanzugs die Tränen aus dem Gesicht.
Teamkollege George Russell, der hinter Antonelli Zweiter wurde, klopfte ihm auf die Schulter, gleichermaßen als Glückwunsch und Beruhigung. Dann war Antonelli schon wieder etwas gefasster, scherzte über einen kleinen Patzer kurz vor dem Ende des Rennens: „Ich hätte bei mir selbst fast einen Herzinfarkt verursacht, als es mich da ein wenig aus der Kurve getragen hatte“, sagte der Teenager.
Und hob die Stimmung bei Mercedes im Duo mit Russell hervor: „Es ist einfach toll, mit George gemeinsam zu fahren, ich habe schon viel von ihm gelernt und freue mich schon auf die weitere Saison. Mal sehen, wo wir am Ende stehen werden.“ Er kündigte an: „Wir stehen gerade am Anfang und werden weiter pushen.“
Schon kurz nach der Fahrt über die Ziellinie hatte sein Renningenieur Peter Bonnington ihn über Funk gelobt: „Klasse gemacht, Kumpel. Erster Rennsieg. Daran wirst Du Dich für immer erinnern.“
Teamchef Toto Wolff stimmte nach dem Rennen mit ein: „Wir haben ihn in unserem Juniorteam, seit er elf ist. Er hat eine unglaubliche Entwicklung gemacht“, erklärte der Österreicher bei Sky. Wolff erinnerte dann an die anhaltende Kritik an Antonelli besonders in der letzten Saison, er sei noch nicht reif für das Cockpit bei Mercedes: „Er ist jung, man muss ihm Fehler verzeihen“, meinte Wolff. Das Vertrauen habe sich nun ausgezahlt: „Jetzt ist er das gnadenlos nach Hause gefahren.“ Mehr noch: „Die Summe seiner Erfahrungen hat so etwas möglich gemacht.“










