Vorwürfe der sexuellen Nötigung
Kevin Spacey entgeht Prozess in London
19.03.2026 – 02:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Drei Männer warfen dem Schauspieler sexuelle Übergriffe vor. Nun ist das Verfahren vom Tisch – zu bestimmten Bedingungen.
Im Jahr 2023 wurde Kevin Spacey in London von allen Vorwürfen der sexuellen Nötigung freigesprochen. Doch damit war die juristische Auseinandersetzung nicht beendet. Zwei der damaligen Kläger zogen anschließend vor das Zivilgericht, ein dritter Mann schloss sich an.
Nun ist auch dieses Verfahren vom Tisch. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine Richteranordnung berichtet, hat sich der 66-jährige US-Schauspieler mit allen drei Männern außergerichtlich geeinigt. Die genauen Bedingungen des Vergleichs wurden nicht öffentlich gemacht.
In dem Richterspruch heißt es: „Im gegenseitigen Einvernehmen werden alle weiteren Verfahren gegen den Beklagten in diesen Angelegenheiten ausgesetzt.“ Ob finanzielle Abmachungen Teil des Vergleichs sind, blieb offen. Ursprünglich sollte der Prozess im Oktober beginnen.
Einer der Kläger war der britische Schauspieler Ruari Cannon, der Spacey ebenfalls sexuelle Übergriffe vorwarf. Die mutmaßlichen Taten sollen sich zwischen 2004 und 2015 ereignet haben, als Spacey künstlerischer Leiter des Londoner Theaters Old Vic war. Spacey selbst hat seine Unschuld stets beteuert.
Bekannt wurde der Hollywoodstar durch Filme wie „Die üblichen Verdächtigen“ und „American Beauty“, für die er jeweils einen Oscar erhielt, als bester Nebendarsteller und als bester Hauptdarsteller. Einem breiten Publikum war er zudem als Hauptdarsteller der Serie „House of Cards“ bekannt. Im Zuge der #MeToo-Bewegung gegen sexualisierte Gewalt mussten sich neben Spacey auch Stars wie Bill Cosby und R. Kelly vor Gericht verantworten.











