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Home » Kennen Sie die schnelle Pasta mit dem verruchten Namen?
Leben

Kennen Sie die schnelle Pasta mit dem verruchten Namen?

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 24, 2026
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Rezept und Geschichte

Das steckt hinter der „Hurenpasta“


24.08.2026 – 09:34 UhrLesedauer: 3 Min.

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Spaghetti alla puttanesca: Das Pastagericht zählt zu den Klassikern der italienischen Küche. (Quelle: serezniy via imago-images.de/imago)

Ein italienischer Pasta-Klassiker trägt einen ungewöhnlichen Namen: „Spaghetti alla puttanesca“. Hinter dem Rezept steckt eine Geschichte, die so würzig ist wie das Gericht selbst.

Dieses Pastagericht kennen in Deutschland nur wenige: „Spaghetti alla puttanesca“. Dabei bleibt der italienische Klassiker nicht nur durch seinen scharfen Geschmack im Gedächtnis. Auch der Mythos dahinter bleibt vielen in Erinnerung.

Das Rezept

Für vier Portionen „Spaghetti alla puttanesca“ werden benötigt:

  • 400 g Spaghetti
  • 120 g Kirschtomaten
  • 3 EL extra natives Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 bis 2 rote Chilischoten (Peperoncini), klein
  • 50 g schwarze Oliven, entkernt
  • 4 bis 6 Sardellenfilets
  • 40 g Kapern
  • Salz, Pfeffer, Petersilie, Oregano
  1. Die Nudeln in kochendes Salzwasser geben.
  2. Den Knoblauch fein hacken. Die Sardellen und Chilischoten zerkleinern, die Oliven und Tomaten halbieren.
  3. In eine Pfanne etwas Öl geben und den Knoblauch darin leicht anbraten. Tipp: Erst, wenn das Öl heiß ist, den Knoblauch hineingeben.
  4. Die Chilischoten hinzufügen und ebenfalls kurz erhitzen.
  5. Anschließend erst die Oliven, dann die Kapern und am Ende die Kirschtomaten hinzugeben und alles kräftig anbraten.
  6. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Sardellenfilets hinzufügen. Alles abschmecken.
  7. Die Pasta abgießen, sobald sie al dente ist, sie in die Pfanne geben und mit der Sauce verrühren.
  8. Mit Petersilie garnieren und servieren.

Ein Originalrezept gibt es nicht. Die jeweiligen Köche variieren bei den Mengenangaben. Einige geben sogar etwas italienischen Hartkäse hinzu.

Ursprung bleibt ungeklärt

„Spaghetti alla puttanesca“ heißt übersetzt Spaghetti nach Hurenart oder Nuttenart. Wie das Gericht zu seinem Namen kam, ist ein Mythos. Es gibt jedoch mehrere Geschichten.

Einige behaupten, es handelt sich um ein römisches Pastagericht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts soll ein Wirt diese Speise eigens für die Besucher eines Bordells am Stadtrand von Rom erfunden haben.

Der Gastronom Arthur Schwartz vermutet jedoch, dass die „Pasta alla puttanesca“ in den Spanischen Vierteln von Neapel (Quartieri Spagnoli) entstanden ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befanden sich dort zahlreiche Bordelle. Damit die Gäste des Bordells nach ihrem Besuch wieder zu Kräften kamen, soll ein Wirt in dem Viertel die Pasta-Variante entwickelt haben. Mit dem Namen wollte er die Frauen ehren, die in dem Bordell arbeiteten.

Eine dritte Erklärung lautet, dass der Name auf die Prostituierte „Yvette la Francese“ zurückgeht, die aus der Provence stammte und in Neapel arbeitete. Sie wollte damit ironisch auf ihren Beruf anspielen und ihre Mitstreiterinnen ehren.

Möglich ist auch, dass der Name von italienischen Prostituierten stammt. Durch seine Schärfe wärmte das Gericht die Arbeiterinnen in kalten Nächten.

Da für das Gericht allerdings Zutaten genutzt werden, die sich leicht bevorraten lassen, gibt es noch eine abschließende Erklärung: Bis zur Schließung durch das Legge Merlin genannte Gesetz im Jahr 1958 handelte es sich bei Bordellen in Italien um geschlossene Häuser. Sie wurden vom Staat kontrolliert, und die Arbeiterinnen durften nur einmal in der Woche einkaufen gehen. Denn mit jedem Gang zum Markt wäre ihnen womöglich Kundschaft entgangen. Aus den Resten, die vor ihrem wöchentlichen Einkauf übrig geblieben waren, entstand die „Spaghetti alla puttanesca“.

Das Restaurant „’O Rangio Fellone“ auf der Insel Ischia behauptet indes, dass sein Inhaber Sandro Petti in den 1950er-Jahren eines Nachts um 4 Uhr morgens ein Gericht für seine hungrigen Freunde zubereiten musste. Da Petti nur noch wenige Zutaten in seiner Küche hatte, improvisierte er. Den Freunden schmeckte es so gut, dass das Gericht in die Speisekarte aufgenommen wurde. Dem Gericht gab er dann den besagten Namen.

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