Am Montag in Hamburg
Streik legt U-Bahnen und Busse lahm – Schüler betroffen
Aktualisiert am 01.02.2026 – 15:20 UhrLesedauer: 3 Min.
Für Pendler in Hamburg wird der Montag unangenehm. Ein Warnstreik legt die U-Bahnen und Busse in der Stadt lahm. Das sollte beachtet werden.
Fahrgäste der Hamburger U-Bahnen und der meisten Busse müssen sich am Montag, 2. Februar, eine Alternative suchen. Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr gehen die Hamburger Hochbahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) davon aus, dass der Bus- und U-Bahn-Betrieb nicht aufgenommen werden kann.
Fahrgäste seien gebeten, auf nicht erforderliche Fahrten zu verzichten und gegebenenfalls auf andere Verkehrsangebote auszuweichen. Von dem 24-stündigen Warnstreik nicht betroffen seien die S-Bahn und die Hadag-Fähren.
Die rund 270.000 Hamburger Schüler müssen trotz des Warnstreiks in den Unterricht. Die Streikankündigung der Gewerkschaft Verdi sei am vergangenen Freitag so rechtzeitig gekommen, „dass die Familien entsprechend planen können, das heißt gegebenenfalls Alternativen für den Schulweg und mehr Zeit einplanen“, sagte ein Sprecher der Schulbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Wie immer gelte aber, dass Eltern ihr Kind vom Schulbesuch dann abmelden können, wenn der Schulweg ihres Kindes objektiv unzumutbar oder die Schule de facto nicht erreichbar sei.
Die Warnstreiks bei der VHH und der Hamburger Hochbahn beginnen nach Gewerkschaftsangaben am Montag um 3 Uhr. Auch die Nachtbusse von Montag auf Dienstag seien vom Warnstreik betroffen. Am Morgen sei beim Busbetriebshof der Hochbahn in Harburg eine Kundgebung geplant. Von dort führe dann ein Demonstrationszug bis zum Harburger Rathausplatz, wo um 10.30 Uhr die gemeinsame Streikkundgebung der Beschäftigten von Hochbahn, VHH und aus dem öffentlichen Dienst der Länder stattfinde.
Der Aufruf zu dem Warnstreik stammt von der Gewerkschaft Verdi. Sie forderte auch die Beschäftigten mehrerer Betriebe im öffentlichen Dienst auf, die Arbeit niederzulegen. Dazu zählen laut Verdi Beschäftigte aus der TU Harburg, aus Bezirksämtern, Hamburg Service vor Ort, Landes- und Fachbehörden, Schulen, Feuerwehr, Landesbetrieben, Senat und Personalamt, Senatskanzlei, Datenschutz und Informationsfreiheit, Bürgerschaft und Rechnungshof.
Überdies werden wegen Instandhaltungsarbeiten im Citytunnel in Hamburg alle S-Bahnen zwischen Sonntag (23 Uhr) und Montag (3 Uhr) umgeleitet. Die Arbeiten im Citytunnel sind regelmäßig für das gesamte Jahr geplant, wie die Deutsche Bahn mitteilt. Wenn der Streik bei VHH und Hochbahn beginnt, fahren die S-Bahnen allerdings wieder regulär.
Verdi fordert für die Hochbahn-Beschäftigten unter anderem eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent in Verbindung mit einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen, die Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 7,5 Prozent und die Einführung eines Mietkostenzuschusses in Höhe von 200 Euro pro Monat für Auszubildende. Auch die vollständige Kostenübernahme des Deutschlandtickets und eine Altersteilzeit seien Teil des Forderungspakets.
