Besonders edel
Maybach S-Klasse: Mercedes legt beim Luxus nach
04.04.2026 – 08:10 UhrLesedauer: 3 Min.
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Nach der S-Klasse bekommt auch ihr Luxusableger ein Update. Neue Technik spielt dabei kaum eine Rolle – stattdessen rückt die Individualisierung stärker in den Mittelpunkt.
Die Mercedes-Maybach S-Klasse war nie nur eine verlängerte Version der S-Klasse. Mit dem Modelljahr 2026 positioniert Mercedes den Ableger noch einmal klar darüber.
Schon der Name macht die Trennung deutlich: Mercedes-Maybach, mit Bindestrich. Und mit einem Anspruch, der sich auch im Ton der Kommunikation widerspiegelt. „Ein einzigartiges, maßgeschneidertes Kunstwerk. Leistungsstarke Assistenzsysteme für souverän orchestrierte Fahrabläufe“, heißt es in der Pressemitteilung.
Auffälliger Auftritt, neue Details
Äußerlich bleibt die Limousine mit 5,50 Metern Länge imposant, bekommt aber neue Akzente, wie auch schon die geliftete S-Klasse. Der Kühlergrill wächst, die vertikalen Chromstreben treten stärker hervor. Erstmals ist der Maybach-Schriftzug im Grill beleuchtet, ebenso der Stern auf der Haube – sofern gesetzlich erlaubt.
Neue Lichtsignaturen mit roségoldenen Details greifen das Markenlogo auf. Am Heck zeigen die Rückleuchten nun ein Drei-Sterne-Motiv. Hinzu kommen beleuchtete Embleme an der C-Säule und ein überarbeiteter Lichtteppich beim Ein- und Aussteigen.
Bei den Rädern bietet Maybach erstmals Schmiederäder mit kugelgelagerter Nabenkappe an, sodass das Logo immer aufrecht steht. Optional sind 21-Zoll-Räder in Gold erhältlich.
Innenraum als eigentlicher Unterschied
Der deutlichste Abstand zur S-Klasse zeigt sich im Innenraum. Neue Farbwelten wie Corn Yellow, Lake Green oder Karminrot ziehen sich durch das gesamte Interieur. Auffällig ist ein neues florales Sitzmuster, das die bekannte Rautenoptik ergänzt.
Erstmals bietet Maybach zudem ein lederfreies Interieur an. Es kombiniert Kunstleder mit Textilien aus Leinen und recyceltem Polyester. Laut Hersteller sollen Haptik und Haltbarkeit dem klassischen Leder entsprechen.
Individualisierung im Mittelpunkt
Die eigentliche Neuerung liegt im Umfang der Individualisierung. Mehr als 150 Außenfarben und über 400 Interieurfarben stehen zur Wahl. Dazu kommen neue Lacke, etwa mit Glaspartikeln im Klarlack oder matte Grüntöne.
Zweifarblackierungen mit handgezogener Linie bleiben ein Markenzeichen. Bis zu fünf Arbeitstage fließen in die Lackierung eines Fahrzeugs. Mit dem Programm „Made to Measure“ geht Maybach noch weiter und ermöglicht Sonderfarben, Materialien und Details über das reguläre Angebot hinaus.
Oder, wie es der Hersteller formuliert: „Eine Leinwand aus 150 Nuancen – eine Symphonie aus 400 Farbtönen.“
Neue Bedienelemente im Innenraum
Digital übernimmt das Modell die Technik der überarbeiteten S-Klasse. Das neue Betriebssystem MB.OS steuert alle Funktionen, die Darstellung bleibt jedoch im markentypischen Design mit goldenen Elementen.
Im Fond gibt es neue Bedienelemente, Liegesitze und eine erweiterte Massagefunktion. Ergänzt wird das Angebot durch klassische Maybach-Details wie Executive-Sitze, Kühlfach und „versilberte Champagner-Kelche von Robbe & Berking“.
