Abgang vom Rekordmeister

Bayern-Frau soll HSV-Chefin werden

30.04.2026 – 04:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Kathleen Krüger (Archivbild): Die 40-Jährige verlässt offenbar den FC Bayern München. (Quelle: IMAGO/Peter Hartenfelser/imago)

Jahrelang war sie das vertraute Gesicht an der Seite von Bayern-Trainern. Nun will Kathleen Krüger den Münchnern offenbar den Rücken kehren.

Mehr als zwei Jahrzehnte war Kathleen Krüger dem FC Bayern München in verschiedenen Funktionen verbunden. Nun soll Schluss sein: Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, soll sich der Aufsichtsrat des Hamburger SV am Dienstag mehrheitlich für die 40-Jährige als neue Sportvorständin entschieden haben. Ein Vertragsabschluss solle zeitnah folgen.

Beim Rekordmeister war Krüger zuletzt als Leiterin Organisation und Infrastruktur tätig – eine Rolle, die sie weitgehend aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit hielt. Davor hatte sie als Teammanagerin über Jahre hinweg direkten Einblick in den sportlichen Alltag des Klubs: Sie begleitete Trainer wie Pep Guardiola, Hansi Flick, Niko Kovac und Julian Nagelsmann, war bei Spielen und auf Reisen präsent und soll zuletzt auch in Transferentscheidungen eingebunden gewesen sein. Mit Trainer Vincent Kompany soll sie einen besonders engen Draht gepflegt haben.

Ihre Verbindung zum Rekordmeister reicht bis in ihre Zeit als Spielerin zurück: Von 2004 bis 2009 stand Krüger selbst für den FC Bayern auf dem Platz, ehe sie nach dem Ende ihrer aktiven Karriere als Assistentin des damaligen Sportdirektors Christian Nerlinger die Seiten wechselte.

Sie bringe ein weitverzweigtes Netzwerk aus dieser langen Bayern-Zeit mit und soll sich im Auswahlverfahren des HSV gegen namhafte Kandidaten wie Eintracht Frankfurts Markus Krösche und Stuttgarts Fabian Wohlgemuth durchgesetzt haben, heißt es. Mit ihrem Konzept und ihrer Kompetenz habe sie die Aufsichtsräte überzeugt.

Ihr letzter Arbeitstag in München dürfte noch nicht unmittelbar bevorstehen: Am Sonnabend soll Krüger beim Heimspiel des FC Bayern gegen Heidenheim vor Ort sein – während der HSV zeitgleich bei Eintracht Frankfurt gastiert. Der Klassenerhalt der Hamburger in der Bundesliga ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesichert.

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