Haben Studierende das Flirten verlernt?



Onlinedating verändert die Partnersuche langfristig.

Bild: dpa

Im Studium ist Onlinedating eine Selbstverständlichkeit, vor allem seit der Pandemie – mit zweifelhaften Auswirkungen.

Mehr als ein Drittel der jungen Menschen in Deutschland – in diesem Fall ist von 16- bis 29-Jährigen die Rede – nutzt aktuell Onlinedating-Dienste. Das entspricht einer Zahl von rund 4,2 Millionen Menschen. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Digitalverbands Bitkom hervor. Bekanntermaßen ist ein nicht unerheblicher Anteil dieser Altersgruppe auf dem Campus anzutreffen.

Oliver Zöllner, Professor für Medienforschung, Internationale Kommunikation und Digitale Ethik an der Hochschule für Medien in Stuttgart, schätzt sogar, dass rund 80 Prozent der Studenten im Internet nach ihrer großen Liebe suchen. „Unter Studierenden gilt Onlinedating mittlerweile als etablierte Praxis“, sagt er. Er müsse nur einmal durch die Reihen im Vorlesungssaal gehen und könne dann schon an den Gesichtern der Studierenden ablesen, wenn es einen Treffer („Match“) gegeben hat. Laut Bitkom haben die meisten Menschen in der jungen Zielgruppe, nämlich 76 Prozent, eine Online-Partnervermittlung oder Singlebörse wie Parship, Elitepartner oder eDarling zum Flirten genutzt.

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