Goethe-Uni und „End Fossil“ reden nach Polizeieinsatz im Dezember

Nach der Hörsaalräumung durch die Polizei am 6. Dezember bemühen sich die Goethe-Uni und die Gruppe „End Fossil“ um einen Dialog. In der vergangenen Woche trafen sich die Klimaaktivisten mit Vertretern der Universität im Frankfurter Institut für Sozialforschung. Moderiert wurde das Gespräch von Institutsdirektor Stephan Lessenich und der Politologieprofessorin Uta Ruppert.

Konkrete Ergebnisse wurden nach dem Treffen nicht vermeldet. „End Fossil“ teilte danach mit, die Gruppe erkenne die grundsätzliche Bereitschaft der Universität an, die Ereignisse bei der Räumung aufzuarbeiten. Die Aktivisten hatten das Audimax auf dem Campus Westend besetzt und mehr Engagement für den Klimaschutz gefordert; die Universität ließ den Saal noch am selben Abend räumen. Nun verlangte „End Fossil“ vom Uni-Präsidium, nach dem „Tabubruch“ durch den Polizeieinsatz den „diskursiven Raum mit uns gemeinsam wieder herzustellen“.

Dazu seien eine „universitätsöffentliche Aufarbeitung“ bis 10. Februar und anschließende öffentliche Gespräche über die inhaltlichen Forderungen der Gruppe nötig. Ruppert ließ sich von den Studenten mit den Worten zitieren, sie finde deren „Klarheit und Sachlichkeit beeindruckend“ und „ihre Sichtweisen absolut überzeugend“. Eine öffentliche Veranstaltung würde sie unterstützen. Das Uni-Präsidium teilte mit, man sei weiterhin bereit, sich über inhaltliche Fragen auszutauschen.

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