Biotechnologen versprechen sich viel von essigsäurebildenden Bakterien

Acetogene Bakterien könnten der Menschheit im Kampf gegen die Klimakrise helfen: Sie fixieren CO2 und bilden außer Essigsäure weitere nützliche Verbindungen wie Ethanol. Nach gentechnischer Veränderung könnten sie auch weitere Stoffe wie Aceton und Bioplastik produzieren.

Bevor sie im großen Stil eingesetzt werden können, muss jedoch unter anderem ein Rätsel gelöst werden, dem sich Volker Müller widmet. Der Mikrobiologe von der Goethe-Uni bekommt dazu eine Million Euro aus dem Reinhart-Koselleck-Programm, mit dem die Deutsche Forschungsgemeinschaft vielversprechende, im positiven Sinn risikobehaftete Forschungsvorhaben fördert. Müller will herausfinden, warum einige acetogene Bakterien cytochromhaltige Enzyme besitzen.

Solche Proteine kennt man vor allem aus Organismen, die Sauerstoff atmen – für Acetogene ist dieses Gas tödlich. Würde geklärt, welche Rolle Cytochrome in ihrem Energiestoffwechsel spielen, könnte das helfen, die Bakterien besser zu steuern.

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