Unter der eleganten Karosserie arbeitete der bekannte Käfer-Boxermotor. Zuverlässig zwar, aber nicht gerade sportlich. 121 km/h Spitze waren anfangs drin, später immerhin 138 km/h. Doch das war nebensächlich. Der Karmann Ghia verkaufte sich über sein Design: sanfte Linien, italienischer Chic, eine Silhouette wie gemalt.
Schnell bekam das Coupé seinen Spitznamen: „Sekretärinnen-Porsche“. Die kleine Spitze meinte, dass der Wagen all jene ansprechen sollte, die keinen echten Porsche kaufen wollten oder konnten.
Doch der Spott schadete nicht – im Gegenteil. Stars wie Romy Schneider oder Petra Schürmann liebten den schicken VW. In den USA wurde er zum Exportschlager, trotz seines Preises von 7.500 Mark. Zum Vergleich: Ein Eigenheim kostete damals etwa 30.000 Mark.
Fast 20 Jahre blieb der Karmann im Programm. 1974 war nach mehr als 538.000 gebauten Exemplaren Schluss.
Heute ist der Ghia ein gesuchter Oldtimer. Gut erhaltene Modelle erzielen Preise um die 20.000 Euro – Tendenz steigend. Damit bleibt er nicht nur ein schönes Erinnerungsstück an die 50er und 60er, sondern auch ein fester Wert im Klassiker-Markt.










