Asylanträge schon stattgegeben

Überraschende Wende um iranische Fußballerin

15.03.2026 – 18:10 UhrLesedauer: 1 Min.

Sahra Ghanbari (M.) führte Irans Nationalteam bei der Asienmannschaft als Kapitänin aufs Feld. (Quelle: IMAGO/DAVE HUNT/imago)

Nach dem Ausscheiden bei der Asienmeisterschaft wollten mehrere iranische Fußballspielerinnen in Australien bleiben. Auch die Kapitänin hat ihre Meinung geändert.

Iranischen Staatsmedien zufolge hat nun auch Sahra Ghanbari, die Kapitänin der iranischen Fußballnationalmannschaft, ihren in Australien gestellten Asylantrag zurückgezogen. Die Fußballerin soll in den kommenden Stunden über Malaysia in den Iran zurückfliegen. Insgesamt haben damit fünf Teammitglieder ihre Anträge zurückgenommen.

Das meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. Zuvor hatten drei Spielerinnen und eine Betreuerin entschieden, nicht in Australien zu bleiben. Sie wollten in ihre Heimat zurückkehren. Insgesamt hatten danach sieben Mannschaftsmitglieder Asyl in Australien beantragt. Australien gewährte ihnen das Asyl.

Vor dem ersten Spiel bei der Asienmeisterschaft in Australien sangen mehrere iranische Fußballerinnen die iranische Nationalhymne nicht mit. Die Szene folgte zwei Tage nach Beginn der US-israelischen Angriffe gegen den Iran. Menschenrechtsorganisationen warnten vor Repressalien gegen die Spielerinnen nach ihrer Rückkehr in den Iran.

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