Wegen Sicherheitsbedenken

Konzert von Kanye West in Indien abgesagt


15.05.2026 – 21:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Kanye West: In den vergangenen Wochen sagte der US-Rapper mehrere Konzerte ab. (Quelle: Javier Rojas/PI via ZUMA Press Wire/dpa/dpa-bilder)

Wegen amtlicher Anordnungen fällt das Konzert von Kanye West in Indien aus. Die Sicherheit der Besucher habe „höchste Priorität“, so der Veranstalter.

Der erste Auftritt des umstrittenen US-Rappers Kanye West in Indien ist nach Angaben des Veranstalters abgesagt worden. Grund seien entsprechende amtliche Anordnungen, teilte das indische Eventunternehmen White Fox auf Instagram mit. Was genau die Behörden zu der Anordnung veranlasst hat, blieb zunächst unklar. Indische Medien zitierten den Veranstalter, der auf eine angespannte Sicherheitslage hinwies.

In der Mitteilung, die auf Social Media veröffentlicht wurde, hieß es, „die Sicherheit und das Wohlergehen der Besucher und der Bürger Indiens hat höchste Priorität während dieser sensiblen Zeit“. Der Auftritt sei monatelang geplant gewesen, es handele sich um eine der größten Live-Produktionen in Indien. Das für den 23. Mai in der Hauptstadt Neu-Delhi angesetzte Konzert solle nachgeholt werden. Die schon bezahlten Tickets würden erstattet.

Kanye West: Der Musikstar polarisiert immer wieder mit seinen Aussagen. (Quelle: ap)

Kanye West musste mehrere Auftritte kurzfristig absagen

Der Rapper, der inzwischen unter dem Namen Ye auftritt, sollte ursprünglich schon Ende März in einem Stadion in Neu-Delhi auftreten. Das Konzert wurde damals nach Angaben des Organisators angesichts „der bestehenden geopolitischen Situation und regionaler Spannungen“ verschoben. Auch in Polen wurde jüngst ein Konzert von Kanye West abgesagt. Während ihm in Großbritannien die Einreise verweigert wurde, strich West in Frankreich ein Konzert auf eigenen Wunsch.

Der Musiker zählt bis heute zu den einflussreichsten und zugleich am stärksten polarisierenden Künstlern der Musikindustrie. Immer wieder fällt der 48 Jahre alte Rapper mit rassistischen und antisemitischen Aussagen auf. Anfang des Jahres hatte er jedoch in Form einer ganzseitigen Anzeige im „Wall Street Journal“ um Entschuldigung gebeten. „Ich bin weder ein Nazi noch ein Antisemit“, schrieb der Ex-Mann von Kim Kardashian und führte seine früheren Äußerungen auf eine bipolare Störung zurück.

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