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Die Verteidigungsforschung und -entwicklung (F&E) der EU-Mitgliedstaaten belief sich im Jahr 2024 auf 13 Milliarden Euro. Nach Schätzungen der Europäischen Verteidigungsagentur stiegen die Investitionen im Jahr 2025 um weitere 4 Milliarden Euro.
Die USA und China haben immer noch einen deutlichen Vorsprung vor Europa. Im Jahr 2024 investierte Washington 138 Milliarden Euro in Verteidigungsinnovationen, während Chinas geschätzte Forschung und Entwicklung in der Verteidigungsindustrie 38 Milliarden Euro erreichte, wobei der Schwerpunkt auf KI, Hyperschall und Quantentechnologien lag.
Das EU-Programm für agile und schnelle Verteidigungsinnovation (AGILE) unterstützt „neue Verteidigungsakteure“, um die Entwicklung neuer Verteidigungstechnologien zu beschleunigen.
Der Plan stellt 115 Millionen Euro für 20 bis 30 Projekte bereit, an denen KMU, Start-ups, Technologieinnovatoren und KI-Scale-Ups beteiligt sind, die an Dual-Use- und Verteidigungstechnologien arbeiten. Projekte erhalten je nach Umfang und Reifegrad 1 bis 5 Millionen Euro.
AGILE verspricht, Innovatoren von der technischen Entwicklungsphase bis zum Übergang in die Praxis zu unterstützen. Es sieht eine viermonatige Finanzierungsgenehmigung und einen Einsatz bei den nationalen Streitkräften der Mitgliedstaaten innerhalb von drei Jahren vor.
Der Plan zielt auch darauf ab, die Zeit bis zum Einsatz zu verkürzen, da sich Konflikte innerhalb von Wochen entwickeln. Executive Vice President Henna Virkkunen bezeichnete AGILE als „das fehlende Puzzleteil, das Verteidigungslösungen dabei hilft, den Markt zu erreichen“.
Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihres Verteidigungspakets vom März 2026 einen Vorschlag für eine Verordnung zur Einführung von AGILE vorgelegt, der nun dem Europäischen Rat und dem Parlament übermittelt wird.
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