Sturm unterbricht Frühling

Wetterumschwung auf den Kanarischen Inseln


Aktualisiert am 26.02.2026 – 13:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Calima: Auf dem Flughafen von Teneriffa ist alles orange. Winde aus Afrika wehen den Saharastaub auf das Archipel der Kanarischen Inseln. (Quelle: Panu Tuunala via www.imago-images.de)

Auf den Kanarischen Inseln zieht stürmisches Wetter auf. In den kommenden Tagen macht der Frühling eine Pause.

Ein Tiefdruckgebiet namens „Dana“ zieht am heutigen Donnerstag über die Kanarischen Inseln hinweg und zwingt den Frühling auf dem Archipel in eine Pause. Die Meteorologen des spanischen Wetterdienstes Aemet sagen mehrere Tage mit „instabilem Wetter“ voraus. Kräftige Schauer, starke Winde, ein kräftiger Calima (Saharastaub), raue See und sogar Schneefall sind möglich und kreieren einen „meteorologischen Cocktail“, schreibt die Regierung der Kanarischen Inseln in einer Presseinformation. Sie gibt eine Küstenwarnung heraus.

Die Warnung gelte für die westlichen Inseln La Palma, La Gomera und El Hierro sowie für die Nord- und Westküsten von Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. Hier würden Wellen von bis zu fünf Metern erwartet. Gelbe Warnungen gelten laut Aemet ab sofort im gesamten Archipel. Die Behörden rufen dazu auf, Molen, Wellenbrecher und exponierte Küstenbereiche zu meiden, da die Gefahr besteht, von Wellen mitgerissen zu werden. Wassersportaktivitäten sollten verschoben werden, und vom Baden an unbewachten oder abgelegenen Stränden wird dringend abgeraten.

Autofahrer sind aufgerufen, besonders auf exponierten Straßen vorsichtig zu sein, da starke Böen möglich sind und Gegenstände umherfliegen könnten. Lose Gegenstände auf Balkonen oder Dächern sollten gesichert werden, um zu verhindern, dass sie auf die Straße geweht werden, so die Inselregierung.

In den höher gelegenen Gebieten Teneriffas wird oberhalb von 1.800 Metern Schnee erwartet. Besucher im Teide-Nationalpark mit dem Vulkan Teide werden aufgerufen, den Witterungsbedingungen entsprechend gekleidet und ausgerüstet zu sein.

Während die Niederschläge auf Teneriffa, Gran Canaria und den westlichen Inseln zur Reinigung der Luft beitragen können, werden sich die Bedingungen auf den östlichen Inseln (Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa) durch aufziehenden Saharastaub verschlechtern, heißt es. Starke Nordostwinde können dabei mit Böen von bis zu 90 km/h in höheren Lagen auf Teneriffa, Gran Canaria, La Palma und La Gomera über das Land fegen. Sie bringen Sand aus Afrika und in der Folge Schlammregen.

Ab Samstagmorgen soll sich die Luftqualität verbessern, da sich der Staub allmählich legt und die Niederschläge nachlassen. Leichte Schauer könnten am Wochenende jedoch weiterhin nördliche Gebiete betreffen.

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