20.000 Menschen auf der Flucht

Waldbrände: Kanadische Provinz ruft Notstand aus

09.08.2026 – 02:50 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Hubschrauber, der Nachtflüge durchführt, wirft Wasser auf den Waldbrand am Quilpituk Creek auf der Westseite des Okanagan-Sees in British Columbia ab. (Quelle: Darryl Dyck)

Ein Waldbrand breitet sich in der westkanadischen Provinz British Columbia aus. Die Behörden haben den Notstand ausgerufen – und Tausende sitzen in der Falle.

Der Waldbrand in der kanadischen Provinz British Columbia hat die Behörden zur Ausrufung des Notstands gezwungen. Mehr als 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, wie AFP berichtet. Einige Bewohner sind durch die Flammen eingeschlossen und werden aus der Luft evakuiert.

Starker Wind hatte den Brand am späten Freitagabend angefacht und weiter ausbreiten lassen. Die Flammen erreichten das Gebiet um Summerland sowie Ortschaften in den umliegenden Tälern. Katastrophenschutzministerin Kelly Greene rief daraufhin den Notstand aus.

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Bislang 3,8 Millionen Hektar verbrannt

Regierungschef David Eby erklärte am Samstag, es habe „erhebliche Verluste von Häusern und Eigentum gegeben“. Zudem seien „einige Menschen aufgrund der sich rasch ändernden Lage eingeschlossen“ worden. Der Brand sei „nach wie vor sehr aktiv und bringt erhebliche Herausforderungen mit sich“, warnte Eby.

Kanadas Premierminister Mark Carney dankte den Einsatzkräften auf der Plattform X dafür, dass sie „unermüdlich für die Sicherheit der Menschen arbeiten“.

In Kanada sind in diesem Jahr bislang mehr als 3,8 Millionen Hektar verbrannt. Einer Studie der Forschergruppe World Weather Attribution zufolge hat der menschengemachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada in diesem Jahr etwa verdoppelt.

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