Verstöße bei Verkauf?
Kalifornien ermittelt gegen Fifa wegen WM-Tickets
14.05.2026 – 07:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Fans berichten, dass ihnen Plätze in niedrigeren Kategorien zugewiesen wurden, als beim Kauf angegeben – nun schaltet sich Kaliforniens Justiz ein. Der Fall wirft auch ein Schlaglicht auf die umstrittenen Ticketpreise für das Turnier.
Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta hat eine Untersuchung gegen die Fifa eingeleitet und den Weltverband um eine Stellungnahme gebeten. Grundlage sind Berichte, wonach Ticketkäufer für die WM 2026 Plätze in niedrigeren Kategorien zugewiesen bekamen, als beim Kauf ausgewiesen war.
Fans hätten angegeben, Plätze erhalten zu haben, die auf dem Stadionplan als Kategorie 1 markiert waren, tatsächlich aber der Kategorie 2 entsprachen. Mehr als drei Millionen Tickets wurden in vier unterschiedlich bepreisten Kategorien verkauft – erkennbar an farblich markierten Stadionplänen. Das Sportportal „The Athletic“ hatte bereits im vergangenen Monat über die Vorgänge berichtet. Die Fifa teilte dem Portal mit, die Kategorien seien lediglich als „Orientierungshilfe“ gedacht gewesen und hätten keine „exakte Sitzanordnung“ dargestellt.
Justiz fordert Informationen der Fifa ein
Bonta fordert von der Fifa nachvollziehbare Angaben zu Änderungen an den Sitzplänen. In einer Erklärung sagte er: „Kalifornier sollten darauf vertrauen können, dass die Plätze, die sie kaufen, zu den Angaben aus dem Verkaufsprozess passen. Wir freuen uns darauf, die angeforderten Informationen von der Fifa im Rahmen unserer laufenden Prüfung zu erhalten.“
Der Ticketverkauf für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada – es findet vom 11. Juni bis 19. Juli statt – steht ohnehin in der Kritik, bislang vor allem wegen der Preise. Das teuerste Ticket für das Finale am 19. Juli in New Jersey kostet 32.970 US-Dollar. Beim WM-Finale 2022 in Katar hatte das teuerste offizielle Ticket umgerechnet rund 1.600 US-Dollar gekostet.










