Kai Wegner in der Kritik
„Es tut mir aufrichtig leid“
24.03.2026 – 04:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Berlins Regierender Bürgermeister gerät wegen des Stromausfalls weiter unter Druck. Nun entschuldigt er sich.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat nach dem großen Stromausfall in der Hauptstadt Fehler in seiner Kommunikation eingestanden und sich öffentlich entschuldigt. „Aufgrund meiner Fehler in der Kommunikation ist ein Eindruck entstanden, den ich sehr bedauere“, sagte Wegner der „B.Z.“. Er wolle sich dafür bei allen Berlinerinnen und Berlinern entschuldigen: „Es tut mir aufrichtig leid.“
Zugleich verteidigte er sein Handeln in der Sache: „Tatsächlich habe ich mich mit aller Kraft um die Bewältigung dieser Krise gekümmert, als absehbar war, welche Dimension das annimmt.“ Er habe seinen Job gemacht, betonte Wegner.
Der CDU-Politiker steht seit Wochen wegen seines Verhaltens am 3. Januar – dem ersten Tag des Blackouts – in der Kritik. Recherchen des RBB hatten ergeben, dass Wegner mittags für eine Stunde Tennis gespielt hatte, dies aber zunächst verschwieg. Vergangene Woche geriet er erneut unter Druck, nachdem der „Tagesspiegel“ weitere Details zu seinem Tagesablauf veröffentlicht hatte.
Der großflächige Stromausfall war Folge eines mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlags. Wegner hatte sich bereits im Januar selbstkritisch zu seiner Kommunikation geäußert – die aktuelle Entschuldigung ist damit die zweite öffentliche Einräumung von Fehlern in der Affäre.
Wegner ist seit April 2023 Regierungschef Berlins; seine CDU regiert in einer Koalition mit der SPD. Am 20. September wird in der Hauptstadt ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.










