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Home » Juni und Juli bringen Westeuropa Rekordtemperaturen
Panorama

Juni und Juli bringen Westeuropa Rekordtemperaturen

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 10, 2026
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Juni und Juli bringen Westeuropa Rekordtemperaturen

Vier Hitzewellen seit Mai

Westeuropa knackt Temperaturrekorde

Aktualisiert am 10.08.2026 – 04:50 UhrLesedauer: 2 Min.

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Hinter einem Thermometer geht am Morgen die Sonne auf: Temperaturrekorde in Europa. (Archivbild) (Quelle: Thomas Warnack/dpa/dpa-bilder)

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Mehrere Hitzewellen haben die Temperaturen vielerorts auf Rekordwerte getrieben. Die Meere erreichen bisher ungekannte globale Höchstwerte.

Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur in der Region, zu der auch Deutschland zählt, betrug in dem Zeitraum 21,62 Grad, wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitteilte. Damit lag sie 2,79 Grad über dem langjährigen Juni-Mittel von 1991 bis 2020.

Allerdings verweist Copernicus auf ein ausgeprägtes Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es wesentlich kühler war. Auch für Deutschland zeigen die Daten, dass der Südwesten deutlich wärmer war als der Nordosten.

Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er – zusammen mit 2024 – mit etwa 16,90 Grad der zweitwärmste. Rekordhalter bleibt der Juli 2023 mit nach damaligen Angaben 16,95 Grad. Der vergangene Monat lag global um 1,47 Grad über dem vorindustriellen Juli-Niveau.

Für Westeuropa hebt Copernicus auch die extrem lang anhaltende Hitze seit dem späten Frühjahr hervor. Seit Mai habe es vier Hitzewellen gegeben – das sei für die Region außergewöhnlich viel. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurück bis ins Jahr 1950, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar.

Hitze und Dürre verstärken einander

Die extreme Trockenheit setzte sich in vielen europäischen Regionen weiter fort. Wie schon im Juni und teilweise im Mai war es auch im Juli in vielen Regionen trockener als im Durchschnitt. Dies betraf vor allem Teile der iberischen Halbinsel, Frankreichs, Deutschlands, Österreichs, Ungarns und Großbritanniens. Der Feuchtigkeitsgehalt der Bodenoberfläche sei im Juli in Westeuropa deutlich niedriger gewesen als im letzten Dürre-Juli 2022.

„Wenn Böden austrocknen, verlieren sie ihre Fähigkeit, auf natürliche Weise für Abkühlung zu sorgen, sodass sich die Hitze noch leichter aufbauen kann“, sagt Samantha Burgess, strategische Leiterin für Klima bei Copernicus. „Dies ist ein deutliches Beispiel dafür, wie der Klimawandel Hitzeextreme verstärkt: Hitze und Dürre verstärken sich zunehmend gegenseitig.“

imago images 0863660871Vergrößern des Bildes
Der Rhein führt Niedrigwasser: Der Sommer ist in Westeuropa heiß und trocken. (Quelle: IMAGO/Rene Traut/imago)

Rekordwert auch im Meer

Der Wasserstand der Flüsse lag in großen Teilen der trockenen Regionen deutlich unter dem langjährigen Mittel und erreichte örtlich sogar außergewöhnlich niedrige Werte. Besonders betroffen waren demnach die Seine, der Rhein und die Donau.

Auch die Weltmeere heizten sich auf Rekordniveau auf. Die Meeresoberflächentemperatur war im Juli den Angaben zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in diesem Monat. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,96 Grad. Der bisherige Höchstwert von 20,89 Grad stammt aus dem Juli 2023.

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