Zverev glänzt in Paris

„Viel besser habe ich ihn noch nie gesehen“


Aktualisiert am 03.06.2026 – 02:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Alexander Zverev steht in Paris im Halbfinale – und ist seinem großen Ziel deutlich näher gekommen. (Quelle: REUTERS/dpa-bilder)

Alexander Zverev steht nach einem starken Auftritt im Halbfinale der French Open. Jetzt weiß er auch, wer sein Halbfinale-Gegner sein wird.

Der Tscheche Jakub Mensik hat das Jungstar-Duell bei den French Open mit João Fonseca für sich entschieden und fordert nun Alexander Zverev im Halbfinale heraus. Der 20-Jährige gewann gegen den ein Jahr jüngeren Brasilianer mit 6:4, 6:3, 7:6 (7:3) und erreichte erstmals in seiner noch jungen Karriere ein Grand-Slam-Halbfinale. Am Freitag spielt der Weltranglisten-27. gegen den favorisierten Zverev um den Finaleinzug in Paris.

Zverev hatte zuvor mit einer perfekten Vorhand seine eindrucksvolle Machtdemonstration im Viertelfinale der French Open beendet. Danach lenkte er seine Gedanken schon auf die beiden entscheidenden Etappen seiner Titelmission bei den French Open: „Ich will die Matches gewinnen, die vor mir liegen“, sagte der 29-Jährige, nachdem er an einem verregneten Pariser Nachmittag gegen den Spanier Rafael Jódar eines unterstrichen hatte: Deutschlands Nummer eins ist der Topfavorit auf den Triumph in Roland Garros.

Nach einer insgesamt starken Vorstellung und einem 7:6 (7:3), 6:1, 6:3 gegen Jódar befindet sich Zverev nur noch zwei Siege vom Gewinn seines ersten Grand-Slam-Titels entfernt. Zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren steht der Tokio-Olympiasieger am Bois de Boulogne unter den besten vier. Und auch wenn der Weg nach dem Scheitern der härtesten Mitbewerber wie Jannik Sinner und Novak Djoković frei scheint, bleibt Zverev cool und fokussiert.

Alexander Zverev und Rafael Jodar in Paris. (Quelle: AP Photo/Aurelien Morissard/dpa-bilder)

Becker: „Viel besser habe ich ihn noch nie gesehen“

„Ich bin glücklich, dass ich im Halbfinale stehe, mehr nicht“, sagte Zverev, der nicht in Jubelstürme verfiel. Doch während sich der Hamburger in Zurückhaltung übte, prasselte aus allen Richtungen Lob auf ihn ein.

„Viel besser habe ich ihn noch nie gesehen. Das war unglaublich großes Tennis“, schwärmte Eurosport-Experte Boris Becker, auf der Tribüne jubelte Oma Natalia. Zverev schien jedoch von der Spielweise des Spaniers etwas überrascht. „Wie Jódar den Platz aufmacht, das Tempo verändert, mal die Linie langspielt – das hat Zverev so nicht erwartet“, meinte Becker.

Zverev, der im vergangenen Jahr im Viertelfinale noch sang- und klanglos am 24-maligen Major-Gewinner Novak Djoković gescheitert war, hatte nur zu Beginn des Spiels Probleme gegen den Spanier. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung Mitte des ersten Satzes verwandelte er schließlich nach 2:25 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball zum Sieg.

Share.
Exit mobile version