Abschlusszeugnis veröffentlicht

Wirbel um Uniabschluss von AfD-Spitzenkandidaten

04.08.2026 – 13:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Ulrich Siegmund führt die AfD in Sachsen-Anhalt in die Landtagswahl. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Christian Schroedter/imago)

In Sachsen-Anhalt kämpft AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund gegen Zweifel an seinem Uni-Abschluss. Nun ist sein Bachelorzeugnis aufgetaucht.

Ulrich Siegmund ist Spitzenkandidat der AfD für die Wahl in Sachsen-Anhalt im September. Seine Partei liegt in Umfragen aussichtsreich. Doch nun gibt es Aufregung um seine Angaben über einen erworbenen Hochschulabschluss in „Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie“.

Die „Junge Freiheit“ veröffentlichte nun die Abschlussurkunde von Siegmunds Hochschulabschluss. Das Blatt gilt als Sprachrohr der Neuen Rechten. Demnach habe der AfD-Politiker 2016 „Europäischen Fernhochschule Hamburg – University of Applied Sciences“ seinen Bachelor erhalten. Note: 2,3 – gut.

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Siegmund hatte Anfragen zu seinem Abschluss wiederholt unbeantwortet gelassen. Auf Anfrage der „Bild“ erklärte er nun, den Abschluss „Bachelor of Arts“ an der Europäischen Fernuni Hamburg abgeschlossen zu haben. So zeigt es auch die Kopie seiner Examensurkunde in der „Jungen Freiheit“. Nach Angaben auf der Homepage der Hamburger Fernhochschule ist in Siegmunds Studiengang allerdings ein Abschluss in „Bachelor of Science“ vorgesehen.

Abschlussarbeit über Duftmarketing

Die Abschlussarbeit von Siegmund an der Fernhochschule trägt dem Bericht zufolge den Titel: „Untersuchung von Duftmarketing, anhand des gewerblichen Einsatzes mit einer psychologischen Beeinflussung von Wohlfühlempfindungen und monetären Beeinflussungen des Kaufverhaltens“.

Unklare Angaben über einen Hochschulabschluss oder Plagiatsvorwürfe zu den Abschlussarbeiten hatten in Deutschland zahlreiche Politikerkarrieren gestoppt. So mussten unter anderem Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Annette Schavan (CDU) ihr Amt im Bundeskabinett abgeben, nachdem Kritik am wissenschaftlichen Arbeiten an ihren Doktorarbeiten laut geworden war.

Siegmund wird dem rechten Flügel der AfD zugerechnet, sein Landesverband Sachsen-Anhalt wird von den Behörden als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft.

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