Attacke auf den heutigen Bundestrainer

Als Nagelsmann von einem Trainerkollegen beleidigt wurde


31.05.2026 – 13:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Roger Schmidt (l.) und Julian Nagelsmann: Sie gerieten 2016 aneinander. (Quelle: imago sportfotodienst/imago)

Julian Nagelsmann hat in seinem Trainerleben schon einiges erlebt. In seinen ersten Bundesliga-Jahren wurde von einem Kollegen verbal heftig angegangen.

Die Konkurrenz unter Bundesliga-Trainern ist groß, der Druck ist immens – und kann sich an der Seitenlinie dann mal entladen. Zu einem solchen Knall kam es im Jahr 2016 zwischen dem heutigen Bundestrainer Julian Nagelsmann (damals Hoffenheim-Coach) und Roger Schmidt, damals in Diensten von Bayer Leverkusen.

Schmidt war Nagelsmann verbal heftig angegangen. „Gar nichts war das! Was bist Du denn für ein Spinner?“, hatte Schmidt nach einer strittigen Szene kurz nach der Halbzeitpause in Richtung Nagelsmann gerufen: „Halt doch einfach mal die Schnauze.“ Dies hatten die Sky-Mikrofone eingefangen. Später entschuldigte sich Roger Schmidt, Nagelsmann nahm an.

Nils Petersen: „Das macht ja was mit dir“

Hatte es etwas mit dem Aufstieg von Nagelsmann und Hoffenheim zu einem echten Konkurrenten um Europas Plätze in der Bundesliga zu tun? Für Ex-Torjäger Nils Petersen einleuchtend.

„Ich glaube schon, dass die Generation Christian Streich ein Problem damit hatte, dass jetzt so ein junger Trainer auch so erfolgreich ist. Weil du natürlich denkst: ‚Ey, ich mach das jetzt schon 30 Jahre. Kann doch nicht sein, dass hier so ein Hampelmann mit 28 kommt und gegen mich jetzt taktisch das Spiel gewinnt. Das macht ja was mit dir“, erklärt Petersen im t-online-Podcast „Julian Nagelsmann – The Youngest One“.

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Der Ex-Nationalspieler führt auch noch aus: „Deswegen glaube ich, hat er sich ganz früh diesen Neid erarbeitet, aufgrund seines Erfolgs, aufgrund auch dessen, wie er sich gegeben hat, aber natürlich auch aufgrund seiner taktischen Variabilität.“ Nagelsmann sei „das Aushängeschild“ gewesen, wenn man an „taktische Variabilität“ in der Bundesliga gedacht habe. „Das wollen ja ältere Trainer vielleicht auch nicht so wahrhaben“, mutmaßt Petersen.

Übrigens: Roger Schmidt war damals Wiederholungstäter. Er wurde nach einem Skandal im Februar 2016 beim 0:1 gegen Borussia Dortmund zu drei Spielen Sperre verurteilt, zwei weitere wurden bis zum 30. Juni 2017 auf Bewährung ausgesetzt. Schmidt hatte sich damals geweigert, nach seinem Verweis den Innenraum zu verlassen, daraufhin wurde das Spiel für einige Minuten unterbrochen.

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