An Karibik in der eigenen Stadt denken Hamburger womöglich wetterbedingt nicht all zu häufig. „Hamburger Regen ist das Einzige, was hier so nervt“, sagt Oerding, „man muss Hamburg wirklich mögen, wenn man hier bleibt.“
Oerding bleibt. Er merke an jeder Ecke, dass Hamburg weltoffen und liberal sei. Er sagt: „Die Stadt hat einen ganz eigenen Vibe.“ Dieser Vibe sei auch historisch gewachsen. In der Hafenstadt gingen Menschen laut Oerding seit jeher ein und aus, gaben sich die Klinke in die Hand. „Fremde Kulturen sind hier willkommen, besonders in St. Pauli“, sagt Oerding. „Hier ist jeder, wie er ist, aber aufgeräumt“, sagt er, „nicht so aufgeregt, nicht so hektisch und verrückt.“
