Schreckmoment bei Heim-Weltcup

Rekord-Olympiasieger stürzt – und muss ins Krankenhaus


13.03.2026 – 07:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Johannes Høsflot Klæbo: Der Rekord-Olympiasieger erlebte einen enttäuschenden Heim-Weltcup. (Quelle: Lise Aserud/ap)

Bei den Olympischen Spielen gewann Johannes Høsflot Klæbo eine Goldmedaille nach der anderen. Der Sprint im norwegischen Drammen lief für ihn weniger erfolgreich.

Johannes Høsflot Klæbo ist nach einem Sturz ins Krankenhaus gebracht worden. Der Langläufer sei bei Bewusstsein, betonte der norwegische Mannschaftsarzt Ove Feragen. „Aber es war ein heftiger Sturz und das muss ernst genommen werden. Es ist positiv, dass es offenbar nichts Ernstes ist, aber das ist auch von der Person abhängig“, so Feragen.

Beim Sprint im norwegischen Drammen stürzte der US-Amerikaner Ben Ogden beim Positionskampf im Halbfinale. „Es ist unglaublich eisig da draußen, ich habe das Gleichgewicht verloren und ich weiß nicht – ich bin einfach gestürzt“, zitiert der norwegische TV-Sender NRK Ogden auf seiner Website.

Klæbo konnte nicht mehr ausweichen und fiel über den 26-Jährigen. Der norwegische Ausnahmesportler prallte mit dem Hinterkopf auf den Boden und blieb zunächst liegen. Ein Schreckmoment für die vielen Zuschauer in dem Ort südwestlich von der Hauptstadt Oslo.

Für Klæbo war das Rennen sofort beendet, von einem Betreuer gestützt, verließ er die Strecke und wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Der norwegische Sprinttrainer Arild Monsen konnte noch keine Details nennen, ob Kopf oder Nacken betroffen sind. „Das werden sie untersuchen“, erklärte Monsen.

Der norwegische Ex-Langläufer Fredrid Aukland analysierte: „Am beunruhigendsten ist die Art und Weise, wie Klæbo stürzt (…). Das Ganze geht sehr schnell, und sein Kopf schlägt auf einen ziemlich harten Untergrund auf. In Drammen liegt eine eisige Schneeschicht, das sah nicht gut aus.“

Klæbo blieb am Ende Platz elf. Den Sieg sicherte sich in einem überraschenden und ganz engen Finale ohne die besten fünf der Qualifikation Klæbos Landsmann Ansgar Evensen. Jan Stölben landete als bester Deutscher auf dem 23. Rang.

Da auch Klæbos größte Konkurrenten auf den vorderen Plätzen fehlten, sicherte sich der Dominator vorzeitig auch die kleine Kristallkugel für den besten Sprinter der Saison. Den erneuten Triumph im Gesamtweltcup hatte er schon am vergangenen Wochenende perfekt gemacht. Bei den Olympischen Spielen in Italien hatte er zuletzt sechs Goldmedaillen gewonnen und wurde mit insgesamt elf Olympischen Goldmedaillen in seiner Karriere zum erfolgreichsten Winter-Olympioniken der Geschichte.

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