Mit 60 Jahren ist der Medizintechniker der älteste Athlet des deutschen Teams. Als einer von nur vier Spielern war Wedde schon bei der letzten Paralympics-Teilnahme der deutschen Eishockey-Mannschaft vor 20 Jahren in Turin dabei. Im Alter von zwölf Jahren verlor er bei einem Bahnunfall beide Beine, suchte in der Folge lange vergebens nach einem passenden Angebot im Behindertensport. Erst mit 37 Jahren kam er zum Para Eishockey – und ist nun seit mehr als zwei Jahrzehnten Leistungsträger des deutschen Teams. Eine Medaille in Mailand wäre eine absolute Sensation.

In Peking überraschte der 26-Jährige mit Silber im Biathlon- sowie im Langlauf-Sprint. Dass dies kein Zufallsprodukt war, zeigte Maier in den Jahren danach mit sieben WM-Medaillen. Statt als gefährlicher Außenseiter startet er dieses Mal als Mitfavorit in drei Biathlon-Rennen. Dabei war seine Karriere fast schon vorbei, bevor sie richtig angefangen hatte. Für die Saison 2016/17 war der Kirchzartener, dem seit Geburt an drei Fingern der linken Hand die vorderen Glieder fehlen, nicht klassifiziert worden. Erst nach einem verpassten Winter bekam er die Starterlaubnis zurück und arbeitete sich kontinuierlich in die Weltspitze vor.

Mit gerade einmal 15 Jahren ging in Peking der Stern der sehbehinderten Schülerin auf. Bei ihren fünf Einzel-Starts gab es fünf Medaillen, über die Langlauf-Mitteldistanz holte sie sogar Gold. Doch es folgten privat schwere Jahre, ihr Vater verstarb an Krebs. Dieser Schicksalsschlag machte Kazmaier zu schaffen, der Sport spielte eine Nebenrolle. Von ihrer Form aus Peking ist die mittlerweile 19-Jährige deshalb ein gutes Stück entfernt, für eine Medaille müsste schon alles passen. Dazu kommt die Doppelbelastung: Wenige Wochen nach den Paralympics stehen die schriftlichen Abiturprüfungen an.

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