„Dumm und für viele Menschen tödlich“
Kachelmann schimpft über Aussage von Wetterexperten
26.06.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Wetterexperte rät, in der Extremhitze möglichst zu Hause zu bleiben. Dagegen teilt Jörg Kachelmann heftig aus. Jetzt wehrt sich auch der Angegriffene.
Wie verhält man sich in der derzeitigen Hitzewelle richtig: zu Hause bleiben oder raus in den Schatten? Darüber ist unter Wetterexperten ein Streit entbrannt. Der Wetterexperte Karsten Brandt von donnerwetter.de hatte am Donnerstag in der „Bild“-Zeitung angesichts bevorstehender Temperaturen von über 40 Grad am Wochenende gewarnt: „Bleibt zu Hause, das ist eine Notlage!“
Darauf reagierte der Wettermoderator Jörg Kachelmann auf der Plattform X. Dort schrieb er, bezogen auf den „Bild“-Artikel: „Man überlebt wunderbar bei diesen Temperaturen, wenn man im Schatten bleibt und sich nicht anstrengt. Der Aufruf, zuhause zu bleiben, ist wegen der vielen überhitzten Wohnungen abseitig, dumm und für viele Menschen tödlich. Am besten: unter großem Baum im Park abhängen.“
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Meteorologe kontert Kachelmann-Kritik
Auf Anfrage von t-online äußerte sich nun Karsten Brandt ausführlich zur Kritik Kachelmanns. „Wenn er meint, mich als dumm bezeichnen zu müssen, dann steht das für sich. Das nehme ich als Kompliment.“ Und weiter ergänzte er: „Ich würde niemals Kollegen beleidigen, das empfinde ich als beschämend.“
Im Video | Hitze: Das gab es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen nicht
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Auch inhaltlich widersprach Brandt dem ehemaligen ARD-Wettermoderator noch einmal: „Sollen die Menschen bei 42 Grad draußen sein? Ist das die Alternative?“ Konkret forderte Brandt die Politik auf, Maßnahmen gegen die Hitzewelle zu ergreifen, etwa Pflegeheime und Krankenhäuser mit Klimaanlagen auszustatten. Denn auch er räumte ein: „In vielen Wohnungen ist es derzeit unerträglich.“ t-online bat auch Jörg Kachelmann um eine Stellungnahme, bekam aber kurzfristig zunächst keine Antwort.
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