Eisschnelllauf der Herren
Kuriose Wiederholung: Niederländer darf doppelt starten
11.02.2026 – 20:45 UhrLesedauer: 1 Min.
Joep Wennemars wollte eigentlich beim Eisschnelllauf über 1.000 Meter um eine Medaille kämpfen. Zuerst wurde er behindert, dann kam es zu einer kuriosen Wiederholung.
Eigentlich war Joep Wennemars mit 1:07,58 Minuten rund 1,3 Sekunden zu langsam für eine Medaille, eigentlich. Dennoch keimte noch einmal kurz Hoffnung beim Niederländer auf, denn er bekam einen zweiten Versuch, um entweder den späteren Olympiasieger Jordan Stolz (1:06,28 Minuten) zu überholen oder zumindest auf das Podium zu klettern.
Was war passiert? Bei seinem regulären Versuch über 1.000 Meter im Olympischen Speed Skating Stadium, den er auf der Innenbahn gegen den Chinesen Ziwen Lian antrat, wurde er von seinem Kontrahenten behindert, stolperte kurz. Die vielen niederländischen Fans im Milano Speed Skating Stadium reagierten mit einem Pfeifkonzert.
Der Chinese wurde anschließend disqualifiziert. Wennemars durfte unter tosendem Applaus der Oranje-Anhänger noch mal ran, konnte sich aber nicht verbessern und blieb Fünfter.
Aus deutscher Sicht hat Eisschnelllauf-Hoffnung Finn Sonnekalb eine Medaille bei seinem Olympia-Debüt deutlich verpasst. Der 18-Jährige musste sich in 1:08,80 Minuten mit einem enttäuschenden zwölften Platz begnügen.
Deutschland wartet somit weiter auf das erste Olympia-Edelmetall im Eisschnelllaufen seit 2010. Der bislang letzte Mann, der eine Medaille gewann, war Jens Boden 2002 in Salt Lake City mit Bronze über die 5.000 Meter. Eine weitere Chance, diese Durststrecke zu beenden, hat Sonnekalb noch: Am 19. Februar geht der jüngste deutsche Athlet dieser Spiele über seine Paradestrecke 1.500 Meter an den Start.
