Tanken für den Winter

Heizölpreis sinkt deutlich: Jetzt kaufen?


26.05.2026 – 11:43 UhrLesedauer: 2 Min.

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Heizöltank: Der Preissturz gibt Hoffnung. (Quelle: K Neville)

Heizöl ist so günstig wie seit Monaten nicht mehr – regional sogar unter 115 Euro je 100 Liter. Doch geopolitische Risiken könnten die Preise schnell wieder nach oben treiben.

Der Heizölpreis ist deutlich im Fallen begriffen. Noch am 20. Mai mussten Kunden für 100 Liter 138,60 Euro (brutto) zahlen. Nun werden für dieselbe Menge laut dem Heizölpreisportal Tecson 128,90 Euro fällig. Das ist ein Rückgang um sieben Prozent. Im Vergleich zum ersten Jahreshoch am 7. April 2026 (163,50 Euro/100 Liter) sind es sogar 21,2 Prozent weniger.

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Bei den Angaben handelt es sich um bundesweite Brutto-Durchschnittswerte. Basis dafür ist eine Bestellmenge von 3.000 Litern Heizöl in Standardqualität.

Ergibt sich für Besitzer von Ölheizungen nun eine gute Option, ihre Vorräte aufzufüllen?

Heizölpreis sinkt nicht überall gleich stark

Regional fällt der Preisrückgang deutlich signifikanter aus. So zahlen laut dem Heizölpreisportal Esyoil Kunden in Baden-Württemberg aktuell 114,14 Euro/100 Liter, im Saarland 115,49 Euro/100 Liter und in Bayern 116,06 Euro/100 Liter. Deutlich teurer ist die Tankfüllung momentan in Schleswig-Holstein (130,02 Euro/100 Liter) und in Mecklenburg-Vorpommern (129,29 Euro/100 Liter). (Stand: 26.05.2026, 11.30 Uhr)

Lage bleibt stark angespannt

Hinter dem Rückgang stecken die sinkenden Preise an den Ölbörsen. So verlor Brent mit rund drei Prozent gegenüber Freitagmorgen deutlich an Wert. Am Pfingstmontag setzte sich die Talfahrt fort: Brent lag bei 96,1 Dollar je Barrel, WTI bei 90,3 Dollar, der Opec-Basket bei 113,4 Dollar. Auch Gasöl notierte niedriger, was sich mit Verzögerung auf Heizöl auswirkt.

  • Schwankender Preis: So sparen Sie beim Heizölkauf bares Geld

Dennoch gibt es aktuell keinen Grund zum Aufatmen. Die Lage in Nahost sowie in der Straße von Hormus bleibt weiterhin angespannt – zulasten der Preisrichtung für Öl. Denn die politischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben schwierig. Eine schnelle diplomatische Lösung gilt als unwahrscheinlich. Eine erneute militärische Eskalation ist hingegen möglich. Diese Unsicherheiten wirken sich wiederum direkt auf den Ölpreis und die Versorgungssicherheit aus.

Kaufen oder warten?

Allgemein berichten die Heizölportale von einer regen Bestellaktivität. Zum einen, weil der Preis sinkt und Verbraucher einen erneuten Anstieg im Sommer oder Herbst befürchten. Zum anderen, weil die Saison für die Tankauffüllung begonnen hat.

Und tatsächlich ist es angesichts der rasch schwindenden Ölbestände und der unsicheren politischen Lage ratsam, nun über eine Tankbefüllung – zumindest in einer bestimmten Menge – nachzudenken. Zwar kann der Heizölpreis weiterhin sinken, aber auch wieder stark in die Höhe schnellen, wie etwa am 18. März (von 139 Euro/100 Liter auf 152 Euro/100 Liter am 19. März). Wer Knappheit im Tank hat, sollte die Entwicklung nicht zu lange aussitzen. Wer noch ausreichend Vorrat besitzt, kann kurzfristig weiter beobachten. Da der Markt sehr dynamisch und volatil ist, sind Preisausschläge weiterhin möglich.

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