„Haben alles auf den Tisch gelegt“
Bayers Offensivstar ging dem DFB durch die Lappen
16.06.2026 – 14:09 UhrLesedauer: 3 Min.
Ibrahim Maza galt als eines der größten deutschen Fußballtalente seines Jahrgangs. Bei der WM 2026 läuft der gebürtige Berliner nun für Algerien auf – und trifft auf sein Idol.
Ibrahim Maza steht bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vor einem besonderen Moment. Der offensive Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen gehört zum Kader Algeriens und trifft zum Auftakt in der Gruppe J auf Weltmeister Argentinien. Damit steht er auch seinem Kindheitsidol Lionel Messi gegenüber. Wenn es nach dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegangen wäre, hätte Maza lieber für die deutsche Elf gegen Curaçao auf dem Platz stehen sollen.
In der Jugend beim DFB
Noch vor wenigen Jahren deutete vieles darauf hin, dass Ibrahim Maza, genannt Ibo, für Deutschland spielen würde. Der gebürtige Berliner kam am 24. November 2005 zur Welt. Da sein Vater aus Algerien stammt und seine Mutter Vietnamesin ist, kamen für ihn drei Nationalmannschaften infrage: Deutschland, Algerien und Vietnam.
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Lange führte sein Weg Richtung DFB. Maza absolvierte 13 Länderspiele für die deutschen Nachwuchsteams der U18, U19 und U20. Der Offensivspieler gehörte früh zu den größten Talenten seines Jahrgangs.
Gespräche mit dem DFB
Im Herbst 2024 entschied sich Maza allerdings gegen den DFB und für Algerien. Der Verband hatte zuvor noch versucht, den dribbelstarken Offensivspieler von einer Zukunft im deutschen Nationalteam zu überzeugen.
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Deutschlands U-20-Nationaltrainer Hannes Wolf verkündete die gescheiterten Gespräche damals im Sport1-Doppelpass: „Wir kommen mit der U20 und Algerien kommt mit der A-Nationalmannschaft. Und wir haben da alles auf den Tisch gelegt.“ Mit Konkurrenten auf seiner Position wie Jamal Musiala oder Florian Wirtz, habe Maza „das Gefühl, die Position ist zu“.
Statt weiteren Einsätzen für deutsche Jugendnationalmannschaften folgte die Nominierung für Algeriens A-Team. Kurz darauf gab Maza sein Debüt. Inzwischen bestritt Maza bereits 15 Länderspiele für die „Wüstenfüchse“.
Schneller Aufstieg
Seine Ausbildung begann Maza bei den Reinickendorfer Füchsen. 2016 wechselte er in die Nachwuchsabteilung von Hertha BSC. Dort rückte er 2023 in den Profikader auf. Mit seinem Bundesliga-Debüt wurde er zum zweitjüngsten Bundesligaspieler der Vereinsgeschichte. Wenige Wochen später erzielte er gegen den VfL Wolfsburg sein erstes Tor im deutschen Oberhaus.
