Leihmutter-Debatte um Unionsfraktionschef
Jens Spahn äußert sich zu Zukunft
Aktualisiert am 17.07.2026 – 17:14 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Leihmutter-Debatte bezieht Jens Spahn im Podcast Stellung. Im September will er in der Unionsfraktion über seine Zukunft sprechen.
Jens Spahn will im September mit der Unionsfraktion im Bundestag über seine Zukunft sprechen. Das sagte der Fraktionschef im „Bild“-Podcast „Ronzheimer“. Zuvor hatte Spahn bekannt gemacht, dass er ein Kind per Leihmutterschaft in den USA hatte austragen lassen. Als Politiker hatte er sich dagegen eingesetzt, seine Partei lehnt ein solches Vorgehen grundsätzlich ab.
Spahn sagte im Podcast: „Ich werde die Frage, wie es weitergeht, mit der Fraktion natürlich erörtern, wenn wir uns im September wiedersehen.“ Über einen möglichen Rücktritt sagte er, das könne nur die Fraktion entscheiden.
Im Video | Der Koalitionspartner hat weniger Probleme mit dem Fall Jens Spahn
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An parteiinterne Kritiker wie Daniel Peters, Vorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern, gerichtet, sagte Spahn, er hätte sich statt öffentlicher Kritik gewünscht, „wenn er sich einfach mal bei mir gemeldet hätte und wir vielleicht erst einmal gesprochen hätten“. Peters hatte öffentlich Spahns Rücktritt gefordert.
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Spahn zieht Parallelen zur Ehe
Der Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag zeigte sich überrascht von der Kritik: „Einerseits kann ich das nachvollziehen, andererseits beschäftigt mich schon, wie die Debatte sich die letzten 48 Stunden auch in der Wortwahl entwickelt hat.“ Die Haltung der Union zur Leihmutterschaft teile er inzwischen nicht mehr: „Ich sehe es offenkundig anders, aber ich akzeptiere natürlich einen Mehrheitsbeschluss meiner Partei.“ Spahn verglich die Situation mit der Abstimmung über die Ehe für Homosexuelle: „Meine Partei hat mit großer Mehrheit dagegen gestimmt, dass ich meinen Mann heiraten kann. Ich habe dafür gestimmt, und ich habe meinen Mann geheiratet.“
Er habt mit sich und seinem Partner lange gerungen. „Wir haben oft darüber gesprochen, dass wir auch gerne eine Familie gründen wollen“, so Spahn. Die Leihmutter sei „finanziell unabhängig“, habe bereits „mindestens ein Kind bekommen“ und lebe „in einer gefestigten Familiensituation und Lebenssituation“. Dies habe eine Vermittler-Agentur sichergestellt.
Dem Kind von Jens Spahn und seinem Mann Daniel Funke gehe es gut. „Das Wichtigste für ein Kind ist Liebe – angenommen sein, Unterstützung kriegen, Geborgenheit empfinden und erfahren. Das werden und wollen wir unserem Sohn geben.“ Er wolle sich der der Debatte stellen, gleichzeitig auch seine Familie schützen: „Für mich gibt es, und das wird mir jede Stunde immer bewusster, nichts Wichtigeres als meine Familie.“









