Umfrage zeigt

Jeder Vierte hat keine Ersparnisse – und die Lage wird schlimmer


Aktualisiert am 07.03.2026 – 08:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Viele Menschen haben nach eigenen Angaben kein Geld übrig, um sich etwas anzusparen. (Symbolbild) (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-bilder)

Trotz Rekordvermögen der Privathaushalte in Deutschland haben viele Menschen nichts auf der hohen Kante. Was steckt hinter dieser Kluft und warum raubt das Thema vielen nachts den Schlaf?

Das Geldvermögen der Menschen in Deutschland steigt und steigt – doch mehr als ein Viertel der privaten Haushalte verfügt nach eigenen Angaben über keinerlei Ersparnisse. 27 Prozent der 1.007 Befragten gaben in einer Ipsos-Erhebung für die Direktbank ING an, kein Geld auf der hohen Kante zu haben.

Bei der Umfrage ein Jahr zuvor lag der Anteil noch etwas niedriger bei 23,5 Prozent. Zugleich sank der Anteil der Sparerinnen und Sparer von 70,7 Prozent bei der Umfrage 2024 auf 63,7 Prozent bei der Erhebung im Dezember 2025.

Fast die Hälfte (46,7 Prozent) der Befragten ohne Ersparnissen verdient nach eigenen Angaben nicht genug, um etwas zu sparen. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) sagt, gestiegene Preise für den Lebensunterhalt hätten Rücklagen aufgezehrt.

Fast jeder Fünfte (17,9 Prozent) aller Befragten grübelt nachts über Finanzfragen. Mehr als ein Drittel (36,5 Prozent) stimmt der folgenden Aussage zu: „Aufgrund meiner finanziellen Situation habe ich das Gefühl, dass ich nie die Dinge haben werde, die ich mir im Leben wünsche.“

Zahlen der Bundesbank zufolge summierte sich das Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland zum Ende des dritten Quartals 2025 auf den Rekordwert von 9.389 Milliarden Euro. Die DZ Bank hatte für das Gesamtjahr 2025 einen Wert von knapp über 10 Billionen Euro hochgerechnet und für das laufende Jahr einen Anstieg auf 10,5 Billionen Euro prognostiziert.

Sowohl die Bundesbank als auch die DZ Bank berücksichtigen in ihren Auswertungen Bargeld und Bankeinlagen, Wertpapiere wie Aktien und Fonds sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen, nicht jedoch Immobilien.

Lediglich 10 Prozent werden gespart

Eine Statistik des Statistischen Bundesamts aus dem vergangenen Jahr hat hingegen ergeben, dass private Haushalte durchschnittlich 10,3 Prozent ihres Einkommens sparen. Ein Halbjahr zuvor lag die Quote noch bei 11,1 Prozent. Umgerechnet bedeutet das, dass je 100 euro verfügbarem Einkommen im Durchschnitt 10,3 Euro zur Seite gelegt werden. Das Bundesamt merkt jedoch auch an, dass die Sparquote je nach Einkommenshöhe variiert. „Während einige Haushalte viel Geld auf die Seite legen können, bleibt bei anderen am Ende des Monats wenig oder nichts übrig.“ Demnach könne statistisch nur das gesamtwirtschaftliche Sparen aller privaten Haushalte ermittelt und ein Durchschnittswert gebildet werden.

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