Faktencheck
Jeden Tag Nudeln essen: Wie (un)gesund ist das?
Aktualisiert am 29.08.2026 – 12:20 UhrLesedauer: 3 Min.

Pasta landet bei vielen Menschen regelmäßig auf dem Teller. Doch ist es gesund, viel davon zu essen, oder kann der häufige Nudelkonsum dem Körper schaden?
Nudeln gehören zu den beliebtesten Gerichten in Deutschland. Ob Spaghetti mit Tomatensoße, cremige Pasta oder klassisch mit Pesto: Kaum ein anderes Lebensmittel steht so regelmäßig auf dem Speiseplan. Gleichzeitig halten sich hartnäckige Vorurteile: Pasta mache dick und sei ungesund. Doch stimmt das wirklich? Oder kann man sogar jeden Tag Nudeln essen, ohne der Gesundheit zu schaden? Ein Faktencheck.
Nudeln liefern vor allem Energie
Grundsätzlich zählen Nudeln zu den kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Sie versorgen den Körper daher vor allem mit Energie. Genau deshalb sind sie auch bei Sportlern beliebt: Kohlenhydrate helfen dabei, die Energiereserven des Körpers wieder aufzufüllen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ordnet Nudeln zudem als Getreideprodukt und damit als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung ein. Erwachsene sollten täglich Getreideprodukte wie Brot, Reis oder Pasta essen – idealerweise in Kombination mit Gemüse und Eiweißquellen.
Auch die Kalorienmenge ist moderat. 100 Gramm gekochte Hartweizennudeln enthalten etwa 150 Kalorien und rund ein Gramm Fett. Damit liegen sie im Mittelfeld der Sättigungsbeilagen – deutlich unter Pommes, aber über vielen Gemüsesorten.
Vollkornnudeln sind die gesündere Wahl
Ob Pasta gesund ist, hängt stark von der Sorte ab. Klassische helle Nudeln werden meist aus Hartweizengrieß hergestellt. Daneben gibt es unter anderem Eiernudeln, Reisnudeln oder Pasta aus Hülsenfrüchten.
Als besonders empfehlenswert gelten Vollkornnudeln. Da beim Mahlen das ganze Korn verarbeitet wird, enthalten sie mehr Nährstoffe als helle Varianten. Dazu gehören vor allem:
- Ballaststoffe
- Eisen
- Magnesium
- Zink
- B-Vitamine
Der hohe Ballaststoffgehalt sorgt außerdem dafür, dass Vollkornnudeln länger satt machen und die Verdauung unterstützen.
Zubereitung beeinflusst den Blutzucker
Auch die Art der Zubereitung kann einen Unterschied machen. Viele Experten empfehlen, Nudeln „al dente“, also bissfest, zu kochen. In diesem Zustand werden die enthaltenen Kohlenhydrate langsamer verdaut. Das wirkt sich auch auf den Blutzuckerspiegel aus: Er steigt langsamer an als bei sehr weich gekochten Nudeln. Dadurch bleibt das Sättigungsgefühl länger erhalten.
Ein weiterer Tipp aus der Ernährungswissenschaft: abgekühlte Nudeln enthalten teilweise sogenannte resistente Stärke. Diese wird vom Körper ähnlich wie Ballaststoffe verarbeitet und kann länger satt machen.