1. Runde im DFB-Pokal

Regionalligist schafft Sensation und überrollt Heidenheim

Aktualisiert am 23.08.2026 – 15:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Grenzenloser Jubel: Haris Hyseni wird nach seinem Traumtor von seinen Kollegen umarmt. (Quelle: IMAGO/Leon Frick/imago)

In den frühen Spielen ist der Bundesliga-Absteiger chancenlos. Im Duell der Zweitligisten muss Bochum zittern.

Dem SSV Jeddeloh II ist die erste Sensation in der diesjährigen 1. Runde im DFB-Pokal gelungen. Der Regionalligist überrollte am Sonntag Bundesliga-Absteiger Heidenheim und gewann völlig verdient mit 5:2 (3:1)

Zwar gingen die Heidenheimer durch Yannik Wagner in Führung (12.), doch nur zwei Minuten später erzielte Kamer Krasniqi den Ausgleich. Dann folgte ein Doppelschlag vor der Pause. Ein Eigentor von Jan Schöppner (27.) und ein Traumtor von Haris Hyseni (29.) brachten den zwei Ligen tiefer spielenden Außenseiter in Führung.

Nach der Pause vergab Heidenheim-Torjäger Budu Zivzivadze einen Foulelfmeter (58.). Auf der anderen Seite machte es Hyseni besser und traf vom Punkt (70.), nur zwei Minuten später erzielte Tim Janßen das fünfte Tor. Mikkel Kaufmanns (89.) Treffer war lediglich Ergebniskosmetik.

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Der VfL Bochum gewann parallel das Erstrundenduell bei Liga-Konkurrent Greuther Fürth mit 2:1 (1:0). Nach Toren von Christian Rasmussen (25.) und Philipp Hofmann (64.) kam der Anschlusstreffer von Maxim Dal (77.) zu spät für die Franken.

Jeddeloh II – Heidenheim

Heidenheim-Trainer Frank Schmidt verfolgte das Spiel nach seiner Roten Karte gegen den Hamburger SV in der vergangenen Pokal-Saison fassungslos von der Tribüne aus. Nach der frühen Führung durch Wagner offenbarten die Gäste besonders in der Defensive große Schwächen.

In nur drei Pflichtspielen in dieser Saison kassierte der Ostalb-Klub nun 12 Gegentore. Nach einem enttäuschenden 1:4 bei Hertha BSC am vergangenen Wochenende hatte Schmidt seine Elf deutlich kritisiert und vor dem Anpfiff des Pokalspiels angemahnt, dass ein Auftritt wie in Berlin nicht wieder vorkommen dürfe.

Der gesperrte Frank Schmidt muss sich das Debakel von der Tribüne aus ansehen. (Quelle: Carmen Jaspersen/dpa/dpa-bilder)

Der Trainer wurde im Innenraum von Bernhard Raab vertreten, dieser wechselte zur zweiten Halbzeit drei frische Kräfte ein. Die Gäste erhöhten den Druck, der eingewechselte Zivzivadze scheiterte mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter aber an Torhüter Moritz Onken. Hyseni und Janßen machten für Jeddeloh die Sensation perfekt. Die Niedersachsen hätten im Anschluss noch zu weiteren Toren kommen können.

Für Jeddelohs Trainer Kristian Arambasic verlief der Nachmittag dagegen aus erfreulichen Gründen ungewohnt. Zum fünften Mal ist Arambasic im DFB-Pokal dabei – und das mit dem vierten Verein. Erstmals schaffte der 49-Jährige den Einzug in die zweite Runde. Zuvor war seine persönliche DFB-Pokal-Bilanz mit 1:27-Toren verheerend.

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