Entscheidender Flug

Japan testet wiederverwendbare Rakete


13.07.2026 – 17:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Raketentest im November 2022 (Archivbild): Die Jaxa prüft das Triebwerk ihrer H3-Rakete.

Bei der Entwicklung wiederverwendbarer Raketen hat Japan einen Erfolg erzielt und einen Prototyp abheben und landen lassen. Von einer Serienreife ist das Modell aber noch weit entfernt.

Vor wenigen Tagen hat China die erste Raketenstufe (Booster) seiner „Langer Marsch 10B“ nach dem Start erfolgreich aufgefangen. Jetzt meldet mit Japan das nächste Land einen Durchbruch beim Test wiederverwendbarer Raketen.

Wie die Tageszeitung „The Japan Times“ berichtet, gab die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa bekannt, dass sie den Prototyp einer wiederverwendbaren Rakete mit der Bezeichnung RV-X nach dem Start erfolgreich hat landen lassen.

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Im Gegensatz zu Chinas Manöver, bei dem der Booster nach einem kompletten Start kontrolliert zur Erde zurückkehrte und aufgefangen wurde, handelte es sich bei Japans Test um eine kleinere Hürde.

Testflug in Noshiro geglückt

Laut „The Japan Times“ hob der Prototyp vom Testgelände der Jaxa in Noshiro in der Präfektur Akita auf der Insel Honshū ab. Er erreichte eine Höhe von etwa elf Metern und landete dann. Der Flug dauerte etwa 40 Sekunden, so die Jaxa.

„Wir haben sehr viel Zeit und Mühe in diese Mission investiert“, sagte Jaxa-Projektleiter Takashi Ito. Nach dem erfolgreichen Start und der Landung verspüre er ein „großes Gefühl der Erleichterung“.

Seine Behörde werde die Daten auswerten, um den Erfolg des Tests abschließend beurteilen zu können. Er sei aber zuversichtlich, dass die Jaxa „sehr nützliche Daten“ erhalten werde.

Wiederverwendung senkt Startkosten erheblich

Bislang ist es nur dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX mit der Falcon 9 gelungen, wiederverwendbare Raketen in Serie zu entwickeln. Der Einsatz solcher Raketen würde die Startkosten auch bei Raumfahrtagenturen und Ländern mit eigenen Raumfahrtprogrammen erheblich senken.

Neben den USA treiben Länder wie China die Entwicklung seit Jahren voran. Neben dem staatlichen Raumfahrtprogramm arbeiten dort auch mehrere private chinesische Unternehmen an der Technik, die es ermöglichen soll, Satelliten und andere Lasten günstiger ins All zu bringen.

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