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Home » Jahrhundertwinter – „Schnee-Apokalypse“ im Fernen Osten
Panorama

Jahrhundertwinter – „Schnee-Apokalypse“ im Fernen Osten

MitarbeiterBy MitarbeiterJanuar 21, 2026
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Jahrhundertwinter – „Schnee-Apokalypse“ im Fernen Osten

Schwerste Schneefälle seit 50 Jahren

„Schnee-Apokalypse“ im Fernen Osten Russlands


21.01.2026 – 16:11 UhrLesedauer: 3 Min.

Eingeschneite Wohnhäuser in Petropawlowsk-Kamtschatski: Im Osten Russlands herrscht Ausnahmezustand.Vergrößern des Bildes

Eingeschneite Wohnhäuser in Petropawlowsk-Kamtschatski: Im Osten Russlands herrscht Ausnahmezustand. (Quelle: Alexander A. Piragis/imago-images-bilder)

Im Fernen Osten Russlands herrscht Ausnahmezustand: Meterhoher Schnee hat die Halbinsel Kamtschatka eingedeckt. Meteorologen sprechen von den schwersten Schneefällen seit 50 Jahren.

Für die Menschen auf der Halbinsel wird das Wetter zur Belastungsprobe. Tausende Einfamilienhäuser sind unter einer dicken Schneeschicht verschwunden, viele erste Stockwerke von größeren Gebäuden sind vollständig zugeschneit. Russische Medien sprechen gar von einer „Schnee-Apokalypse“.

Nach Angaben des regionalen Hydrometeorologischen Zentrums fielen in Petropawlowsk-Kamtschatski, der Hauptstadt der Region, allein im Dezember 2025 rund 370 Millimeter Niederschlag – das entspricht 316 Prozent der üblichen Monatsmenge. Und dieser Schnee blieb liegen, sodass die neuesten Schneestürme bereits auf eine dicke Schneeschicht trafen.

In der ersten Januarhälfte kam dann weiterer Schnee dazu. Die Schneedecke erreichte in der Stadt eine Höhe von 1,70 Metern, in einzelnen Vierteln sogar mehr als 2,50 Meter. Stellenweise gibt es bis zu fünf Meter hohe Schneeverwehungen. Die Leiterin der Wetterbehörde, Wera Poljakowa, erklärte, vergleichbare Schneemengen seien zuletzt Anfang der 1970er-Jahre registriert worden. Es handele sich um ein „extremes“ Wetterphänomen, das im modernen Beobachtungszeitraum „äußerst selten“ sei.

Die Schneemassen bringen für die Bevölkerung lebensgefährliche Risiken mit sich. Zwei Männer starben, nachdem sie unter Schneelawinen von Dächern verschüttet wurden. In mehreren Stadtteilen wurden Bewohner in ihren Häusern eingeschlossen – teils tagelang. Besonders für ältere Menschen, die sich nicht selbst befreien können, wird die Situation schnell bedrohlich.

Zugleich wächst die Gefahr von großen Lawinen, besonders an den Hängen der zahlreichen Vulkane und Hügel in der Region.

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