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Home » IWF warnt vor nächstem Preisschock
Wirtschaft

IWF warnt vor nächstem Preisschock

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 16, 2026
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IWF warnt vor nächstem Preisschock

Experten des IWF warnen

Der Puffer am Ölmarkt ist fast aufgebraucht


Aktualisiert am 16.07.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 5 Min.

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Schiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Süden des Iran: Die Spannungen im Nahen Osten nehmen wieder zu. (Quelle: -)

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Warum sind die Ölpreise trotz des Krieges im Nahen Osten nicht explodiert? Der Internationale Währungsfonds liefert eine Antwort – und warnt zugleich, dass dieses Sicherheitsnetz nicht mehr lange trägt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am Mittwoch vor wachsenden Risiken für den globalen Ölmarkt gewarnt. Eine geringere Nachfrage, höhere Fördermengen außerhalb der Golfregion und der Abbau von Lagerbeständen hätten den Preisschock nach der faktischen Schließung der Straße von Hormus zunächst gedämpft. Doch dieser Spielraum werde immer kleiner, schrieben die IWF-Ökonomen Jean-Marc Natal und Azim Sadikov in einem Blogeintrag.

Zu Beginn des Krieges im Nahen Osten waren die Rohölpreise zunächst stark gestiegen. Anschließend hätten sie sich jedoch zwischen 90 und 100 US-Dollar pro Barrel eingependelt. Damit seien die Preise deutlich niedriger geblieben, als viele Ökonomen befürchtet hätten.

„Der größte Ausfall am weltweiten Ölmarkt seit Jahrzehnten hätte die Preise in die Höhe treiben müssen“, schreiben die IWF-Ökonomen. Eine Kombination mehrerer Faktoren habe den ersten Schock jedoch abgefedert. „Ein großer Teil des Spielraums ist nun aber aufgebraucht.“

Ein Fünftel des Verbrauchs betroffen

Der Krieg habe die Straße von Hormus faktisch geschlossen und damit täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl und Raffinerieprodukte vom Markt abgeschnitten. Das entspreche etwa einem Fünftel des weltweiten Verbrauchs.

Die Förderländer am Golf hätten versucht, einen Teil der Lieferungen umzuleiten. Saudi-Arabien habe Öl über eine Pipeline zum Rotmeerhafen Yanbu transportiert. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten den außerhalb der Meerenge gelegenen Hafen Fujairah nahezu bis an seine Kapazitätsgrenze ausgelastet. Diese Ausweichrouten hätten allerdings nur einen kleinen Teil der verlorenen Liefermengen ersetzen können.

Auch die Produktion von Raffinerieprodukten in der Golfregion sei deutlich zurückgegangen. Besonders betroffen seien Diesel und Kerosin gewesen. Auf die Region entfielen bei diesen Produkten etwa zehn Prozent des weltweiten Angebots.

Bis Ende Mai hätten insgesamt mehr als 1,1 Milliarden Barrel Rohöl den Markt nicht erreicht. Diese Menge entspreche ungefähr dem üblichen weltweiten Verbrauch von zehn Tagen. Nach Berechnungen des IWF war der Lieferausfall damit größer als während des Ölschocks von 1973, des Krieges zwischen Iran und Irak in den 1980er-Jahren und des Golfkriegs Anfang der 1990er-Jahre. Dennoch seien die Preise weniger stark gestiegen, als es frühere Krisen hätten erwarten lassen.

Drei Faktoren dämpften den Schock

Unmittelbar vor Kriegsbeginn habe das weltweite Angebot die Nachfrage um rund zwei Millionen Barrel pro Tag übertroffen. Dieser Überschuss habe dem Markt einen ersten Puffer verschafft. Zwischen März und Mai hätten anschließend drei Entwicklungen den Großteil des Ausfalls aufgefangen:

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