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Home » IWF rechnet mit noch schwächerem Wachstum in Deutschland
Politik

IWF rechnet mit noch schwächerem Wachstum in Deutschland

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 8, 2026
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IWF rechnet mit noch schwächerem Wachstum in Deutschland

Experten senken Prognose

Deutschlands Wirtschaft leidet unter dem Iran-Krieg

Aktualisiert am 08.07.2026 – 16:20 UhrLesedauer: 4 Min.

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Blick auf den Frankfurter Osthafen: Die Folgen des Iran-Kriegs schlagen sich in den Konjunkturaussichten für Deutschland nieder. (Symbolbild) (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)

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Die Blockade der Straße von Hormus lässt Spritpreise und Inflation steigen. Der Internationale Währungsfonds senkt deswegen seine Erwartungen für Deutschland.

Angesichts der Folgen des Iran-Krieges senkt der Internationale Währungsfonds (IWF) erneut seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft. Bis einschließlich 2027 dürfte sich die Bundesrepublik schwächer entwickeln als gedacht, teilte die Organisation mit Sitz in Washington mit.

Für das laufende Jahr rechnen die Experten nun mit einem Plus von 0,7 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als zuvor. Auch das Wachstum 2027 fällt laut Prognose mit 1 Prozent 0,2 Punkte niedriger aus als noch im April erwartet. Angesichts eines Wiederaufflammens des Kriegs drohen allerdings neue Belastungen für die Wirtschaften in aller Welt.

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Mit seiner gesenkten Prognose folgt der IWF anderen pessimistischen Vorhersagen. Sowohl die Bundesregierung als auch ihr Beratungsgremium, die „Wirtschaftsweisen“, rechnen mit mageren 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Auch die Bundesbank erwartet nur noch ein Mini-Wachstum von kalenderbereinigt 0,5 Prozent. 2025 war Deutschland mit einem Mini-Plus von 0,2 Prozent nur knapp am dritten Jahr ohne Wachstum in Folge vorbeigeschrammt.

Weltwirtschaft dürfte deutlich stärker zulegen

Während die Aussichten für Deutschland gedämpft bleiben, zeichnet sich bei der Weltwirtschaft ein optimistischeres Bild ab – auch wenn hier ebenfalls Abstriche gemacht werden müssen. So dürfte das Wachstum in diesem Jahr nach IWF-Schätzungen nun mit 3,0 Prozent 0,1 Prozentpunkte geringer ausfallen als noch im April avisiert. Für 2027 rechnen die Ökonomen dann aber mit einem stärkeren Plus: Mit 3,4 Prozent liegt die Prognose nun 0,2 Prozentpunkte höher als bislang.

Tanker in der Straße von Hormus: Hier soll der Iran mehrere Schiffe beschossen haben.Vergrößern des Bildes
Tanker in der Straße von Hormus: Dort soll der Iran wieder mehrere Schiffe beschossen haben. (Quelle: Mohammed Aty)

Auch die Eurozone dürfte sich etwas schwächer entwickeln als bislang gedacht. In diesem Jahr rechnet der IWF mit einem Plus von 0,9 Prozent, was 0,2 Prozentpunkte weniger sind als bislang erwartet. 2027 dürften die Länder der europäischen Gemeinschaftswährung dann weiter um 1,2 Prozent wachsen.

„Energiepreise ungefähr 25 Prozent höher als vor dem Krieg“

Der IWF warnte davor, dass ein erneutes Aufflammen des Iran-Kriegs die Unsicherheit bei den Rohstoffpreisen verstärken könne. Lieferketten könnten weiter gefährdet und Preise damit noch stärker in die Höhe getrieben werden. Zwar hätten sich die Energiemärkte nach der Blockade der Straße von Hormus schneller beruhigt als erwartet, hieß es in dem Bericht weiter. Von einer Entwarnung kann allerdings keine Rede sein: „Die Energiepreise liegen ungefähr 25 Prozent höher als vor dem Krieg.“

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