„Haben niemanden gefunden“
Zeitung verspottet italienische Nationalelf
26.03.2026 – 14:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Italien spielt in den WM-Playoffs gegen Nordirland. Eine Niederlage würde die dritte verpasste Weltmeisterschaft in Serie bedeuten. Die Sorge ist groß.
„Verlieren verboten“ heißt es für die italienische Nationalmannschaft am heutigen Donnerstag. Im Halbfinale der WM-Playoffs ist Nordirland zu Gast in Bergamo. Nur, wer dieses Spiel gewinnt, kommt ins Finale und trifft auf den Sieger der Partie Wales gegen Bosnien-Herzegowina. Der Gewinner dieser Partie darf zur Weltmeisterschaft fahren.
Für Italien wäre es die erste WM-Teilnahme seit 2014. Das nahm die Sportzeitung „Corriere dello Sport“ als Anlass, um die eigene Mannschaft mit ihrer Titelseite einen Seitenhieb zu verpassen. Auf dieser sind am heutigen Donnerstag viele jubelnde italienische Kinder zu sehen, die auf einer Tribüne die Mannschaft anfeuern. Der dazugehörige Kommentar des Chefredakteurs: „Das Bild auf der Titelseite wurde von einer KI erstellt: Wir haben keine jungen Leute gefunden, die sich so sehr darauf gefreut hätten, die Nationalmannschaft anzufeuern.“ Eine Anspielung darauf, dass eine ganze Generation italienischer Kinder ihr Team noch nie bei einer WM gesehen haben.
Der Ernst der Lage ist bei der „Squadra Azzurra“ auf jeden Fall angekommen. Italiens Nationaltrainer Gennaro Gattuso macht sich zumindest sehr viel Druck. „Das ist definitiv das wichtigste Spiel meiner Karriere“, sagte er vor dem Spiel. Er benötige Schlaftabletten, so Gattuso, sonst liege er wegen des Drucks die ganze Nacht wach „wie eine Fledermaus“.
Aber: „Ich bin vorbereitet“, sagte der 48-Jährige, der einst bei der AC Mailand und in der Nationalmannschaft seinen Gegenspielern das Fürchten lehrte: „Ich denke nicht darüber nach, was passiert, wenn es schlecht läuft. Ich möchte positiv denken, groß denken, wir werden unser Bestes geben.“
Die Partie Italien gegen Nordirland und alle weiteren Partien der europäischen WM-Playoffs können Sie heute bei t-online im Liveticker verfolgen.
