Neues Hindernis für Italien-Urlauber

Nachts gesperrt, tagsüber Chaos


29.07.2026 – 07:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Warten vor dem Gotthard-Tunnel: Besonders Anfang August kann sich der Verkehr kilometerweit stauen. (Quelle: IMAGO/Anton Geisser)

Anfang August drohen am Gotthard mehr als drei Stunden Wartezeit. Besonders ein Samstag wird heikel. Und auch zum Jahresende wird es noch einmal eng.

Am Gotthard-Tunnel müssen Autofahrer im Spätsommer mit langen Staus rechnen. Nach Einschätzung des Schweizer Automobilklubs TCS drohen Anfang August in beiden Fahrtrichtungen Wartezeiten von mehr als drei Stunden.

Der August beginnt mit langen Staus

Besonders voll wird es in Richtung Süden zwischen dem 1. und 8. August. Dann können sich die Autos vor dem Tunnel auf bis zu elf Kilometer stauen. Die Wartezeit beträgt laut TCS mindestens zwei Stunden und 45 Minuten.

Auf der Rückreise kann es noch länger dauern. In Richtung Norden gilt der 8. August als schwierigster Tag: Der TCS rechnet dann mit bis zu 13 Kilometern Stau und mehr als drei Stunden Wartezeit.

Nach dem ersten Augustwochenende lässt der Druck nach. In Richtung Süden entspannt sich die Lage ab dem 9. August, in Richtung Norden ab dem 18. August. Für September und Oktober erwartet der TCS tagsüber meist normalen oder regen Verkehr ohne längere Wartezeiten.

Nachts wird der Tunnel gesperrt

Nachts ist der Gotthard-Tunnel im September und Anfang Oktober mehrfach gesperrt. In mehreren Phasen bleibt die Röhre bis zu neun Stunden am Stück dicht.

Die erste Sperrphase beginnt in der Nacht zum Montag, dem 7. September, und endet am Freitagmorgen, 11. September (jeweils von 22 bis 5 Uhr). Ab der Woche vom 14. September wird das Zeitfenster auf 20 bis 5 Uhr verlängert. Dieses Muster gilt dann durchgehend bis Anfang Oktober.

Insgesamt sind vier vollständige Wochen betroffen, jeweils in den Nächten von Montag- bis Freitagmorgen. Die letzte Phase läuft verkürzt vom 5. bis 7. Oktober.

Das Nadelöhr für Italien-Urlauber

Der Gotthard-Tunnel liegt auf der A2 zwischen Göschenen und Airolo. Er ist 16,9 Kilometer lang und eine der wichtigsten Routen für Autoreisende aus Südwestdeutschland in Richtung Italien.

Zum Jahresende kann es erneut voll werden. Für den 20., 22. und 26. Dezember rechnet der TCS Richtung Süden mit sehr starkem Verkehr und Staus von bis zu acht Kilometern.

Diese Strecken sind Alternativen

Bei starkem Stau empfiehlt der TCS die A13 über die San-Bernardino-Route via Chur und Bellinzona. Auch der Gotthard-Pass kann eine Alternative sein, allerdings nicht für Fahrzeuge mit Campinganhänger. Weitere Ausweichrouten führen über Simplon, Grimsel und Nufenen. Sie kosten aber meist deutlich mehr Zeit.

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