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Italien hat seine Position als größter europäischer Empfänger von aserbaidschanischem Öl und Erdgas im Jahr 2025 gestärkt.
Dies geschieht, da der Staatliche Ölfonds der Republik Aserbaidschan (SOFAZ) einen starken Anstieg der Vermögenswerte meldete, der auf den Export von Kohlenwasserstoffen und die anhaltende europäische Nachfrage zurückzuführen ist.
Laut dem im Januar 2026 veröffentlichten offiziellen Finanzbericht zum Jahresende 2025 stieg das Gesamtvermögen des Fonds bis Ende 2025 um 22,5 % auf rund 61,6 Milliarden Euro, verglichen mit einem Gesamtvermögen von rund 50,5 Milliarden Euro zu Jahresbeginn.
SOFAZ berichtet, dass die Öl- und Gaseinnahmen weiterhin eine entscheidende Rolle für die finanzielle Leistung des Unternehmens spielten, und verweist auf stabile Exportströme und eine starke Produktion aus den wichtigsten Offshore-Feldern Aserbaidschans.
Italien im Zentrum der aserbaidschanischen Energieexporte
Italien blieb auch im Jahr 2025 das führende europäische Ziel für aserbaidschanisches Rohöl und erhielt den größten Anteil der Lieferungen aus der Kaspischen Region. Das an italienische Häfen gelieferte Rohöl wird in großen Raffinerien verarbeitet und auf den europäischen Märkten neu verteilt.
Während der 6. Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und Italien am 13. Januar 2026 in Baku betonte Energieminister Parviz Shahbazov, dass Aserbaidschan und Italien eine strategische Energiepartnerschaft entwickelt haben, wobei Italien weiterhin der wichtigste europäische Abnehmer von Öl und Erdgas des Landes bleibt.
Diese Bemerkungen wurden von aserbaidschanischen und regionalen Medien berichtet, die über die Sitzungen der Kommission berichteten.
Italien ist auch ein wichtiger Endmarkt für aserbaidschanisches Gas, das über den Südlichen Gaskorridor transportiert wird, der das Shah-Deniz-Feld über die Südkaukasus-Pipeline, die Transanatolische Erdgaspipeline (TANAP) und die Transadriatische Pipeline (TAP), die in Süditalien endet, mit Europa verbindet.
Wie das aserbaidschanische Energieministerium und regionale Energiemedien berichten, hat Shahbazov auf mehreren internationalen Energieforen und bilateralen Treffen im Jahr 2025 über die Fortschritte gesprochen.
Er sagte, dass das über TAP gelieferte aserbaidschanische Gas direkt zur Energiediversifizierung Europas beitrage, wobei Italien den größten Anteil der über die Pipeline transportierten Mengen erhalte.
Neben Italien wird aserbaidschanisches Gas auch nach Griechenland und Bulgarien geliefert, wobei kleinere Mengen auch andere Balkanmärkte erreichen, aber Italien nimmt laut offiziellen Exportdaten den größten Anteil auf.
Die Öl- und Gaseinnahmen stützen die Einnahmen von SOFAZ
Laut der offiziellen Finanzoffenlegung von SOFAZ für das Jahr 2025 beliefen sich die Öl- und Gaseinnahmen auf fast 5 Milliarden Euro. Die Produktion wurde vom Ölfeld Azeri-Chirag-Gunashli und dem Gasfeld Shah Deniz angeführt, die zusammen das Rückgrat der Exportkapazität Aserbaidschans bilden.
SOFAZ berichtet, dass diese Einnahmen es dem Fonds ermöglichten, seinen Haushaltsverpflichtungen nachzukommen und gleichzeitig die langfristige Finanzstabilität zu wahren.
Im Laufe des Jahres überwies der Fonds rund 7,1 Milliarden Euro an den Staatshaushalt und unterstützte damit die öffentlichen Ausgaben angesichts der anhaltenden globalen wirtschaftlichen Unsicherheit.
Die europäische Nachfrage nach aserbaidschanischer Energie ist weiterhin stark, da die EU-Mitgliedstaaten versuchen, die Abhängigkeit von volatileren Lieferanten zu verringern und langfristige, Pipeline-basierte Importe sicherzustellen.
SOFAZ stellt fest, dass Südeuropa und insbesondere Italien eine entscheidende Rolle bei der Gewährleistung eines zuverlässigen Zugangs zur kaspischen Energie spielen, und betont die Bedeutung von Infrastruktur und langfristigen Verträgen.
In den letzten fünf Jahren ist das Vermögen von SOFAZ durch Öl- und Gaszuflüsse um fast 70 % gewachsen und spielt neben den Kapitalerträgen weiterhin eine zentrale Rolle.
Beamte des Fonds sagten, die Ergebnisse für 2025 unterstreichen die Position Aserbaidschans als langfristiger Energiepartner Europas, wobei Italien als Hauptziel seiner Öl- und Gasexporte hervorstehe.










