Marode Infrastruktur
„Schande“: Gastgeberland droht Entzug der EM
02.04.2026 – 18:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Italien gilt als ein Land des Fußballs, die EM 2032 soll unter anderem hier stattfinden. Ob es aber tatsächlich dazu kommt, ist aktuell unklar.
Verliert Co-Gastgeber Italien die EM 2032? Das scheint angesichts der jüngsten Aussagen von Uefa-Präsident Aleksander Čeferin denkbar. „Die EM 2032 ist geplant und wird stattfinden: Ich hoffe, dass die Infrastruktur bereit sein wird. Andernfalls wird das Turnier nicht in Italien ausgetragen“, sagte Čeferin im Interview mit der „Gazzetta dello Sport“. Der 58-Jährige hatte bereits vor einem Jahr von einer „Schande“ gesprochen, als es um die Infrastruktur im italienischen Fußball ging.
Italien soll gemeinsam mit der Türkei die Europameisterschaft in sechs Jahren austragen. Fünf Stadien sollen es pro Land werden. Unter anderem in Neapel, Mailand und Florenz sollen die Spielstätten neu- oder umgebaut werden. Ob sie jedoch rechtzeitig fertig werden, ist nicht sicher.
Unter anderem deshalb ist Čeferin so kritisch. Auch mit der Zusammenarbeit mit Sport und Politik in Italien ist der Uefa-Präsident nicht so glücklich. „Italien ist eine der größten Fußballnationen und wird wieder an die Spitze zurückkehren. Das größte Problem des italienischen Fußballs ist das Verhältnis zwischen Fußballpolitik und ’normaler‘ Politik“, behauptete er im „Gazzetta“-Interview und fügte an: „Wenn sich alle abstimmen würden, würdet ihr bald wieder Europa- und Weltmeister werden. Und wenn die immer negativen Leute so weitermachen, dann wird es im Fußball furchtbar schlecht laufen.“
Womöglich wird es nicht dabei bleiben. Angesichts der ausbleibenden Erfolge und dem verschlechterten Image im Ausland ist es mit den zwei Rücktritten wohl nicht getan. Bis zur Heim-EM, sofern es eine solche wird, ist immerhin noch genug Zeit.
