DSDS-Finale am Samstagabend

Ist Menowin Fröhlichs Teilnahme inszeniert?

09.05.2026 – 16:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Dieter Bohlen und Menowin Fröhlich: Die beiden sind erstmals vo 16 Jahren aufeinander getroffen. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)

Menowin Fröhlich steht nach 16 Jahren wieder im DSDS-Finale. Seine Rückkehr sorgt für Diskussionen: Ist es eine echte zweite Chance?

Am Samstagabend wird RTL nun zum 22. Mal seinen „Superstar“ küren. Und es ist vor allem einer der fünf Finalisten, der die Aufmerksamkeit zieht: Der 38-jährige Menowin Fröhlich ist nicht das erste Mal bei DSDS. 2005 schaffte er es in die Top 20, schied dann aber aus. Denn er musste wegen gefährlicher Körperverletzung und Betrugs ins Gefängnis. 2010 kam er sogar ins Finale, scheiterte dort aber knapp.

Dennoch kam der Zweitplatzierte nie ganz raus aus den Schlagzeilen. Es folgten Berichte über Drogenprobleme und gerichtliche Konflikte sowie Auftritte in Realityshows wie „Promi Big Brother“. Nur mit der Musik ging es nicht voran. Das soll sich jetzt ändern. Menowin Fröhlich ist wieder da, wo er vor 16 Jahren schon einmal war: im Finale der wohl bekanntesten Castingshow Deutschlands. Wie es dazu kam, wirft allerdings Fragen auf.

Denn der Skandalsänger tauchte offenbar nur bei den diesjährigen Castings auf, um seine 17-jährige Tochter Jiepen zu begleiten. Doch ihr Gesang überzeugte die Jury um Produzent Dieter Bohlen, Ballermannstar Isi Glück und Rapper Bushido nicht. Als die Teenagerin von ihrem berühmten Vater berichtete, wirkte Bohlen überrascht. Er rief seinen alten Bekannten ins Studio und forderte ihn auf, zu singen. Dieser schmetterte wie auf Kommando „I Just Called To Say I Love You“ von Stevie Wonder – so wie bei den damaligen Castings. Am Ende hatte er den Recall-Zettel in der Hand.

Seitdem fragen sich Zuschauerinnen und Zuschauer, wie spontan die Szene war. Auch Ex-Sieger Pietro Lombardi und Entertainer Oliver Pocher hegten in ihrem gemeinsamen Podcast Zweifel. „Es gibt ja ein ganz klares Briefing. Jeder weiß ja, wer da auftaucht. Alle wissen, dass das die Tochter von Menowin ist“, erklärte Oliver Pocher.

Menowin Fröhlich bestreitet gegenüber der Deutschen Presse-Agentur jegliche Absprachen: „Ich war da in erster Linie als Vater. Dass sich daraus so etwas entwickelt, war nicht geplant. Aber manchmal entstehen die wichtigsten Dinge im Leben genau dann, wenn man sie nicht kontrolliert.“

„Ich kann nachvollziehen, dass viele Menschen verwirrt waren, als Menowin wieder dabei war“, sagte Jurorin Glück der dpa. „Aber ich finde, er ist eine absolute Bereicherung für die Sendung.“ Der Musiker selbst kann die Diskussion um seine Person ebenfalls nachvollziehen. „Das gehört auch dazu. Aber ich kann für mich sagen: Ich bin hier mit Respekt vor der Show und vor allen anderen Kandidaten.“

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