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Home » Israelischer Rüstungskonzern will VW-Werk Osnabrück
Wirtschaft

Israelischer Rüstungskonzern will VW-Werk Osnabrück

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 30, 2026
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Israelischer Rüstungskonzern will VW-Werk Osnabrück

Hersteller des „Iron Dome“

Israelischer Rüstungskonzern will VW-Werk übernehmen

Aktualisiert am 30.04.2026 – 17:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Zum „Iron Dome“ gehörende Abschussrampe: Ein israelischer Soldat geht in Deckung, als die israelische Raketenabwehr startet (Quelle: Ariel Schalit/AP/dpa/dpa-bilder)

Im kommenden Jahr endet wohl die Fahrzeugproduktion im Osnabrücker VW-Werk – und dann? Rheinmetall hatte Interesse gezeigt, dann aber abgewunken. Nun könnte eine andere Rüstungsfirma zugreifen.

Der israelische Rüstungskonzern Rafael möchte das Osnabrücker Volkswagen-Werk übernehmen. „Es gibt Gespräche zwischen Rafael und Volkswagen“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Bastian Ernst der Deutschen Presse-Agentur. Ernst war bis 2025 in führender Funktion für den Panzerfaust-Hersteller Dynamit Nobel Defence (DND) tätig, dann wechselte er in den Bundestag. DND ist die Deutschlandtochter von Rafael, sie würde nach aktuellem Stand auch den Volkswagen-Standort übernehmen. Informierte Kreise bestätigten die Information, über die auch die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet hatte.

In Osnabrück sollen künftig wohl keine Panzerfäuste hergestellt werden, sondern Komponenten rund um das Flugabwehr-System „Iron Dome“, das Rafael in Israel fertigt. Das könnten schwere Lastwagen und Abschussvorrichtungen sein, vermutet der frühere Rüstungsmanager Ernst. DND ließ eine Anfrage unbeantwortet. Volkswagen teilte mit, man prüfe weiterhin tragfähige Perspektiven für den Standort Osnabrück nach dem Auslauf der aktuellen Fertigung im Jahr 2027. Man stehe „im Austausch mit unterschiedlichen Marktakteuren“.

Der Panzer- und Munitionsfabrikant Rheinmetall hatte zunächst ebenfalls Interesse an dem Standort bekundet, später aber abgewunken.

Ernst wertet die mögliche Übernahme des VW-Standorts durch Rafael und DND positiv. „Das ist eine Win-win-Situation“, sagt der Christdemokrat. „Wir hätten israelisches Know-how in Deutschland und der israelische Staatskonzern hat eine Produktion, die nicht bedroht ist vom Krieg.“ Gut sei zudem, dass wohl zumindest ein Teil der Osnabrücker Belegschaft übernommen werden könne.

DND hat seinen Firmensitz in Burbach (Nordrhein-Westfalen). Die Folgen des Ukraine-Krieges gaben der Firma einen starken Wachstumsschub, die Nachfrage nach Panzerfäusten schnellte nach Beginn des russischen Angriffs in die Höhe. 2024 kam die Firma mit rund 400 Mitarbeitern eigenen Angaben zufolge auf einen Umsatz von 146 Millionen Euro und damit zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn verdoppelte sich auf 6,5 Millionen Euro. Aktuellere Zahlen sind bislang nicht veröffentlicht.

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