„Ausgewiesener Israel-Hasser“

Merz teilt gegen Linke-Kandidat in Neukölln aus


20.02.2026 – 14:59 UhrLesedauer: 1 Min.

Bundeskanzler Friedrich Merz spricht beim Parteitag über Berlin: Er greift einen Linke-Kandidaten für Neukölln verbal an. (Quelle: IMAGO/Revierfoto/imago)

Auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart nimmt der Bundeskanzler den Linke-Kandidaten für Neukölln ins Visier – und sichert Wegner Unterstützung zu.

Der Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat auf dem Parteitag in Stuttgart den Linke-Kandidaten für Neukölln in Berlin scharf kritisiert. Dabei bezeichnete Merz den Kandidaten Ahmed Abed als einen „ausgewiesenen Israel-Hasser“.

Wenn Abed als Bürgermeisterkandidat der Linken nominiert werde, dann zeige das, dass „Antisemitismus offensichtlich in bestimmten politischen Kreisen unseres Landes wieder salonfähig wird“, so der Bundeskanzler.

Dann sprach er den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) direkt an: „Du trittst in dieser von zunehmendem Antisemitismus geprägten Stadt entschlossen dagegen an.“ Für die Berlin-Wahl am 20. September sicherte er Wegner Unterstützung zu – für die „Verteidigung des Roten Rathauses“, so Merz.

Tatsächlich ist die Nominierung von Ahmed Abed auch in Berlin umstritten. Im Oktober 2025 bezeichnete er den Bürgermeister der israelischen Stadt Bat Yam bei einer Veranstaltung als „Völkermörder“. Zudem wird ihm eine Nähe zum BDS nachgesagt. Die Bewegung fordert einen Boykott israelischer Waren und Künstler. Die Bewegung wird als antisemitisch eingestuft.

Abed selbst hat Antisemitismus-Vorwürfe gegen sich stets zurückgewiesen. Es sei nicht antisemitisch, Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzusprechen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur im Februar und verwies auf das Vorgehen Israels im Gazastreifen. Ende Januar wurde er mit 82,1 Prozent der Stimmen zum Kandidaten der Neuköllner Linken für das Amt des Bezirksbürgermeisters gewählt.

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