Hoffnung auf Kriegsende
Erdgaspreis sinkt deutlich
01.04.2026 – 13:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Wegen der Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs fallen Öl- und Gaspreise spürbar und entlasten die Märkte. Experten weisen allerdings auf widersprüchliche Aussagen Trumps hin.
Der Preis für europäisches Erdgas ist am Mittwoch mit der Hoffnung auf ein mögliches Ende des Iran-Kriegs weiter deutlich gefallen. An der Börse in Amsterdam sank die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat um etwa sechs Prozent auf 47,70 Euro je Megawattstunde (MWh). Bereits am Vortag war der Preis deutlich gefallen, sodass sich Erdgas seit Beginn der Woche um fast 15 Prozent verbilligt hat.
Für Preisdruck sorgte die Hoffnung, dass der Iran-Krieg in den kommenden Wochen beendet sein könnte. Nach Angaben des US-Präsidenten Donald Trump werden die USA ihre Angriffe im Iran in zwei bis drei Wochen beendet haben. Er denke, sein Land werde noch „vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger“ brauchen, sagte er.
Marktbeobachter wiesen allerdings auf die zuletzt widersprüchlichen Aussagen des US-Präsidenten zur möglichen Dauer des Kriegs hin. In den vergangenen Wochen gab es mehrfach Stellungnahmen, dass ein Iran-Abkommen unmittelbar bevorstehe und Warnungen vor einer Ausweitung des Krieges.
Die USA wollen unterdessen die Öffnung der vom Iran weiterhin blockierten Straße von Hormus anderen Ländern überlassen. Die USA hätten mit dem Problem – eine Folge des amerikanisch-israelischen Kriegs gegen den Iran – „nichts zu tun“, sagte Trump weiter. Ob und wann eine Durchfahrt der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge wieder möglich sein wird, ist völlig ungewiss.
Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran Ende Februar war der Gaspreis zeitweise stark gestiegen. Im März hatte die Notierung in der Spitze 74 Euro erreicht.
Neben Erdgas hat sich auch Erdöl zur Wochenmitte deutlich verbilligt. Nachdem sich die Notierungen für Rohöl im frühen Handel noch stabil gehalten hatten, gaben sie im Tagesverlauf deutlich nach. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent aus der Nordsee fiel unter die Marke von 100 US-Dollar und wurde zuletzt bei 99,02 Dollar gehandelt. Das sind etwa 5 Dollar weniger als am Vortag.










