Höchster Stand seit 2024

Spritpreise schießen auf Zweijahreshoch


02.03.2026 – 13:05 UhrLesedauer: 3 Min.

Deutlich gestiegen: Der Konflikt im Nahen Osten verteuert das Tanken. (Quelle: IMAGO)

Der Iran-Konflikt macht sich auch an den Zapfsäulen bemerkbar. Auch am Montag steigen die Preise weiter. Beim Heizöl fällt der Sprung deutlicher aus.

Der Iran-Krieg treibt die Spritpreise nach oben. Schon am Wochenende verteuerte sich der Liter Super E10 laut ADAC um 1,6 Cent, Diesel um 1,3 Cent. Am Montag stiegen die Preise für Benzin und Heizöl noch kräftiger.

„Ich befürchte, dass es heute an den Zapfsäulen noch weiter nach oben geht“, sagt der Kraftstoffmarktexperte des ADAC, Christian Laberer. „Die Zahlen am Vormittag deuten auf eine Dimension von drei bis vier Cent.“

Ein direkter Vergleich der Tagespreise ist schwierig, da sie ständig schwanken. Doch der Blick auf den Stichtag um 10.30 Uhr entlarvt den Sprung: Seit Freitag verteuerte sich Super E10 um 5 Cent, Diesel sogar um 5,2 Cent. Den kräftigsten Aufschlag gab es am Montag.

Und es könnte noch weiter nach oben gehen: „Sollte der Ölpreis nicht bald wieder nachgeben, kann der Aufwärtstrend auch über die nächsten Tage anhalten“, sagt Laberer. Erst wenn sich die Lage am Golf beruhigt, ist Besserung in Sicht.

Hoffnung macht die Opec+: Das Kartell will künftig mehr Öl fördern. Doch Autofahrer müssen geduldig sein. Laberer weiß: Steigende Ölpreise geben die Konzerne sofort weiter – sinkende Preise erst mit Verspätung.

So teuer war das Tanken seit fast zwei Jahren nicht mehr: Am Sonntag kostete der Liter Super E10 im Schnitt 1,794 Euro, Diesel 1,759 Euro. Für E10 ist das der höchste Stand seit Mai 2024, für Diesel seit April 2024. Klettern die Preise am Montag wie erwartet weiter, droht bei Diesel sogar ein Rekordwert: der teuerste Sprit seit 2023.

Beim Heizöl ist der aktuelle Preisanstieg deutlich stärker. So gab das Internetportal Heizoel24 den Preis am Montagvormittag zwischenzeitlich mit über 120 Euro pro 100 Liter an. Noch am Freitag lagen die Preise deutlich unter 100 Euro. Am Montag entwickelten sich die Preise allerdings sehr dynamisch. Zudem verzeichnete die Seite bereits am Samstag und Sonntag eine sehr hohe Nachfrage nach Heizöl.

Dass der Anstieg der Spritkosten vergleichsweise sanft ausfiel, hat laut ADAC einen einfachen Grund: Die Preise waren schon vor dem aktuellen Konflikt sehr hoch.

Wer sparsamer fahren will, kann selbst einiges tun. Sechs einfache Maßnahmen helfen sofort:

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